Rentenstreit in Berlin: Koalition uneins über abschlagsfreie Rente
Wichtige Fakten
- • SPD-Generalsekretär Klüssendorf will an Rente mit 45 Beitragsjahren festhalten.
- • CDU-Fraktionschef Frei beharrt auf Abschaffung aus Generationengerechtigkeit.
- • Ost-Ministerpräsidenten fordern Beibehaltung wegen Härten für Ostdeutsche.
- • Rentenkommission warnt vor Aufweichen des Reformpakets.
Koalitionskrach über Rentenpläne
In der Bundesregierung zeichnet sich ein heftiger Streit über die Zukunft der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren, auch bekannt als Rente mit 63, ab. Nach massiver Kritik aus den ostdeutschen Bundesländern beharrt SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf auf dem Erhalt dieser Regelung. Menschen, die sehr lange gearbeitet und Beiträge gezahlt hätten, hätten einen verdienten Anspruch auf abschlagsfreie Frühverrentung.
Widerstand aus Ostdeutschland
Die Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich klar gegen die von der Rentenkommission vorgeschlagene Abschaffung ausgesprochen. Eine Streichung würde besonders die Beschäftigten in Ostdeutschland unrechtmäßig hart treffen, wo die Lebensarbeitszeiten vielfach über 45 Jahren liegen.
CDU-Chef bleibt kompromisslos
Unionsfraktionschef Thorsten Frei hält dagegen an der Streichung fest. Diese sei gerecht im Sinne der Generationengerechtigkeit. Neben ihm warnen auch Rentenexperten vor einer Aufweichung. Die Reform ist als Gesamtpaket angelegt, wenn einzelne Steine herausstechen würden, drohe die gesamte Architektur zusammenzubrechen.
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