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International 27.08.2026, 12:00 Aktualisiert: 27.08.2026, 15:05

RFK Jr. unter Druck: Dokumente widersprechen Aussage zu Samoa-Reise

Brief an Samoas Premier zeigt: RFK Jr. wollte MMR-Impfstoffe untersuchen.

Wichtige Fakten

  • Brief an Samoas Premier zeigt: RFK Jr. wollte MMR-Impfstoffe untersuchen.
  • Aussage "nichts mit Impfstoffen zu tun" widerspricht erhaltenen Dokumenten.
  • 83 Tote durch Masernausbruch nach RFK Jr.s Besuch.
  • Demokraten könnten bei Mehrheit Untersuchungen einleiten.

Widersprüchliche Aussagen

US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. steht unter Beschuss, nachdem neu veröffentlichte Briefe belegen, dass seine Reise nach Samoa im Jahr 2019 doch im Zusammenhang mit Impfstoffen stand. In einem Schreiben an den damaligen Premierminister Samoas, das der Guardian und die Associated Press erhalten haben, nutzte Kennedy das Wort "Impfstoff" oder "Impfung" achtmal und schlug eine detaillierte Bewertung der MMR-Impfstoffpraxis des Landes vor. Bei zwei Anhörungen zur Bestätigung im Senat hatte Kennedy jedoch beteuert, die Reise habe "nichts mit Impfstoffen zu tun gehabt".

Hintergrund der Reise

Die Reise fand statt, nachdem in Samoa zwei Kinder nach einer fehlerhaften Impfung gestorben waren. Kennedys Organisation, die Children's Health Defense (CHD), die für ihre anti-impfstoffbezogene Haltung bekannt ist, kontaktierte die Regierung Samoas. In einem Brief vom 20. Januar 2019 an Premierminister Tuilaepa Sailele Malielegaoi schlug Kennedy vor, ein "detailliertes Gesundheitsinformatik-Assessment" durchzuführen, um zu klären, ob Chargenprobleme bei den Impfungen für die Todesfälle verantwortlich waren. Die Regierung Samoas stimmte zu und hieß das CHD-Team willkommen.

Politische Konsequenzen

Die Enthüllungen werfen Fragen zur Glaubwürdigkeit Kennedys auf. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums erklärte, die Reise sei nicht impfstoffbezogen gewesen und wies die Vorwürfe als "defamatorisch" zurück. Experten für Senatsverfahren sagen, dass Demokraten die Aussagen als Grundlage für Untersuchungen oder ein Amtsenthebungsverfahren nutzen könnten, falls sie die Kongressmehrheit gewinnen. Die Bundesstaatsanwaltschaft könnte theoretisch wegen Falschaussage vor dem Senat ermitteln, da die Verjährungsfrist fünf Jahre beträgt.

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