Trump und Rubio drohen Kuba unvermindert mit Militärschlag; Spannungen steigen
Wichtige Fakten
- • USA stufen Kuba erneut als nationale Sicherheitsbedrohung ein.
- • Mordanklage gegen Raúl Castro wegen Abschusses ziviler Flugzeuge 1996.
- • US-Marineschiffe und Aufklärungsflugzeuge verstärken Präsenz in der Karibik.
- • Neue US-Sanktionen gegen Militärkonzern GAESA verhängt.
- • Kuba erlebt extreme Energiekrise mit tagelangen Stromausfällen.
- • China und Russland verurteilen US-Druck auf Kuba scharf.
Verschärfung der Rhetorik und neue Drohungen
Die USA verschärfen ihre Gangart gegenüber Kuba: Außenminister Marco Rubio bekräftigte, dass die Regierung in Havanna eine „nationale Sicherheitsbedrohung” darstelle, und bezeichnete die Wahrscheinlichkeit einer friedlichen Lösung als „gering”. Präsident Donald Trump erklärte sich erneut bereit, das zu tun, „was andere Präsidenten seit Jahrzehnten angekündigt” hätten – im Klartext: militärische Intervention. Rubio stellte klar, dass Trump stets die Option habe, „alles Erforderliche zu tun”, um die nationalen Interessen zu schützen.
Mordanklage gegen Raúl Castro
Die Anklage gegen Kubas früheren Präsidenten Raúl Castro wegen des Abschusses zweier Flugzeuge der Exilgruppe „Brothers to the Rescue” im Jahr 1996 sorgt international für Aufsehen. Das US-Justizministerium wirft dem 94-Jährigen und fünf weiteren Personen Verschwörung zum Mord an US-Bürgern sowie Zerstörung von Flugzeugen vor. Kuba wies die Anklage scharf zurück; Präsident Díaz-Canel sprach von einem „politischen Manöver ohne rechtliche Grundlage”, das eine Militäraggression vorbereiten solle.
Wirtschaftskrieg trifft die Bevölkerung
Die bereits durch jahrelange Sanktionen strangulierte kubanische Wirtschaft wird von der US-Ölblockade weiter abgewürgt. Resultat sind Blackouts von bis zu 20 Stunden, die Krankenhäuser, Schulen und die gesamte öffentliche Versorgung lahmlegen. Bewohner Havannas berichten von dramatischen Zuständen in den Hochhäusern: Aufzüge, Wasser – alles fällt aus. Viele trauen sich kaum noch aus den Wohnungen.
Internationale Reaktionen und innerer Druck
China und Russland stellen sich hinter Kuba: Peking forderte die USA zum Ende von „Zwang und Drohungen” auf, Moskau sprach von „violence”. In Havanna gingen Hunderte auf die Straße, die Regierung rief zu Solidaritätsmärschen auf. Gefordert wird die Freilassung Castros. Die Führung betont, man habe „keine Angst vor einer Invasion und werde sich verteidigen”. Ein Ende des Tauziehens ist nicht absehbar – die diplomatischen Kanäle sind ausgetrocknet.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.