Evakuierung des Hantavirus-Schiffs „Hondius“ auf Teneriffa gestartet – WHO-Chef beruhigt Bevölkerung
Wichtige Fakten
- • Evakuierung der 86 symptomfreien Passagiere hat am Sonntag begonnen.
- • Sechs bestätigte Hantavirus-Fälle, drei Todesfälle (Paar aus Niederlanden, Deutsche).
- • Britisches Militär landete auf Tristan da Cunha zur Hilfe eines Infizierten.
- • Spanische Regierung setzte Aufnahme trotz Widerstands der Regionalregierung durch.
- • Alle Passagiere müssen bei Rückkehr in Heimatländer in Quarantäne.
Evakuierung angelaufen
Die Evakuierung des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ hat am Sonntagmorgen vor Teneriffa begonnen. Die 86 symptomfreien Passagiere werden in kleinen Gruppen mit Beibooten an Land gebracht und von dort in Militärfahrzeugen zum Flughafen gebracht. Spanische Bürger werden als erste ausgeflogen, gefolgt von Niederländern, Griechen, Deutschen und weiteren, teilweise per Charterflügen nach Australien. Die gesamte Operation soll bis Montag abgeschlossen sein, bevor eine Schlechtwetterfront eintrifft.
Internationale Koordination und Hilfsmissionen
Die WHO bestätigte sechs Infektionen mit dem seltenen Hantavirus-Typ Andes und zwei Verdachtsfälle. Die Infektionskette wird auf ein niederländisches Ehepaar zurückgeführt, von denen beide starben. Auch eine deutsche Frau verstarb. Auf der abgelegenen Atlantikinsel Tristan da Cunha unterstützen britische Fallschirmjäger einen britischen Staatsbürger mit Verdacht auf Hantavirus. Die spanische Regierung stellte sich gegen Widerstand des Regionalpräsidenten Clavijo, der zuvor eine Anlandung ablehnte.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.