Russischer Öltanker erreicht Kuba: Kreml bestätigt Ankunft trotz US-Blockade
Wichtige Fakten
- • Russischer Tanker Anatoly Kolodkin ist im Hafen von Matanzas in Kuba angelegt.
- • USA ließen das sanktionierte Schiff trotz faktischer Ölblockade passieren.
- • Kuba hatte laut Präsident Díaz-Canel seit drei Monaten keine Ölimporte mehr.
- • Die Lieferung umfasst 100.000 Tonnen Rohöl, die zu Diesel verarbeitet werden können.
- • Kremlsprecher Peskow betont Russlands Unterstützung für Kuba, auch medizinisch.
Öllieferung trotz US-Sanktionen
Die USA haben ihre faktische Öl-Blockade gegen Kuba offenbar gelockert, indem sie einen russischen Öltanker passieren ließen. Laut der New York Times und LSEG-Daten ist der sanktionierte Tanker Anatoly Kolodkin auf dem Weg nach Kuba und hat bereits kubanische Gewässer erreicht. Er wird im Hafen von Matanzas erwartet, wie das offizielle Nachrichtenportal Cubadebate berichtete.
Hintergrund der Energiekrise
Seit Monaten unterbindet die US-Regierung unter Präsident Trump Öllieferungen nach Kuba, um Druck auf die Führung in Havanna auszuüben. Dies führte zu einer schweren Energiekrise, da Kuba laut Präsident Miguel Díaz-Canel seit drei Monaten keine Ölimporte mehr erhielt. Die Folgen sind strikte Benzinrationierung und landesweite Stromausfälle.
Reaktionen und Auswirkungen
US-Präsident Trump äußerte sich gelassen und erklärte, er habe kein Problem damit, wenn ein Land wie Russland Öl nach Kuba schickt. Die Lieferung könnte die angespannte Lage in Kuba deutlich lindern, obwohl die Gründe für die US-Entscheidung unklar bleiben.
Neue Entwicklungen und Details
Der Kreml hat bestätigt, dass der russische Öltanker Anatoly Kolodkin im Hafen von Matanzas in Kuba angelegt ist. Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte, Russland sehe es als seine Pflicht an, Kuba weiterhin mit Öl zu versorgen, und erwähnte auch medizinische Unterstützung. Die Lieferung umfasst 100.000 Tonnen Rohöl, die laut Experten in etwa 250.000 Barrel Diesel umgewandelt werden können – genug für rund 12,5 Tage des kubanischen Bedarfs. Diese Menge könnte die akute Energiekrise kurzfristig lindern, nachdem Kuba seinen Hauptölversorger Venezuela verloren hat, nachdem US-Streitkräfte Präsident Nicolás Maduro gefangen genommen hatten.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.