Russland stoppt kasachische Öltransite nach Deutschland
Wichtige Fakten
- • Russland verbietet ab 1. Mai Öltransite aus Kasachstan nach Deutschland.
- • Die PCK Raffinerie Schwedt versorgt Berlin und Brandenburg zu 90%.
- • Bundeswirtschaftsministerium sieht keine Gefahr für Versorgungssicherheit.
- • Alternative Lieferwege über Häfen Danzig und Rostock sind möglich.
Russland stoppt Öltransite
Russland hat angekündigt, ab dem 1. Mai 2026 die Durchleitung von kasachischem Öl zur PCK Raffinerie in Schwedt, Brandenburg, einzustellen. Als Grund werden technische Kapazitäten genannt, doch kasachische Quellen vermuten Schäden durch ukrainische Angriffe auf russische Infrastruktur. Die Entscheidung betrifft den nördlichen Strang der Druschba-Pipeline, der durch Russland, Belarus und Polen führt.
Deutsche Versorgung bleibt gesichert
Das Bundeswirtschaftsministerium sieht keine Gefahr für die Versorgungssicherheit in Deutschland. Die PCK Raffinerie, die für 90% der Versorgung Berlins und Brandenburgs mit Mineralölprodukten wie Diesel und Benzin steht, wird hauptsächlich über die Pipeline aus Rostock versorgt. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte, dass die Raffinerie auch ohne kasachisches Öl weiterproduzieren kann, wenn auch mit möglicherweise geringerer Kapazität.
Alternative Logistikwege
Russland plant, die kasachischen Lieferungen über andere verfügbare Logistikwege umzuleiten. Die Bundesregierung prüft alternative Routen über Häfen in Danzig und Rostock, um die Versorgung langfristig sicherzustellen. Derzeit laufen intensive Gespräche mit der Raffinerieleitung und der Bundesnetzagentur als Treuhänder.
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