Russland testet Raketen nahe umstrittener Inseln – Japan protestiert
Wichtige Fakten
- • Russland feuerte Bastion-Raketen von Etorofu ab.
- • Japan protestierte gegen die Militärübungen auf den Kurilen.
- • Die Inseln sind seit Ende des Zweiten Weltkriegs umstritten.
- • Putin beobachtete die Übungen persönlich vom Kreuzer Varyag.
- • Die russischen Übungen dauern bis 29. August an.
Militärmanöver nahe der Kurilen
Die russische Pazifikflotte hat bei den umstrittenen Kurilen-Inseln Raketen abgefeuert. Von der Insel Etorofu aus wurden Bastion-Schiffsabwehrraketen abgeschossen, die simuliert feindliche Schiffe in etwa 300 Kilometern Entfernung trafen. Die Übungen, an denen auch ein Atom-U-Boot und ein Raketenkreuzer beteiligt waren, haben in Japan scharfe Kritik ausgelöst.
Japan protestiert
Der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi bezeichnete die Militärübungen als inakzeptabel. Sie verstärkten die militärische Präsenz auf den Inseln, die Japan als Nördliche Territorien beansprucht, während Russland sie als Teil der Kurilen betrachtet. Tokio hatte bereits am 5. August Protest gegen die Manöver eingelegt, die seit dem 4. August laufen.
Hintergrund und Reaktionen
Der Streit um die Inselgruppe reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Die Sowjetunion besetzte die Inseln am Ende des Zweiten Weltkriegs. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte die Inseln kürzlich besucht und die Übungen von einem Kreuzer aus beobachtet. Er warnte vor den Bestrebungen der Nato, in der Region Fuß zu fassen. Die russischen Übungen dauern noch bis zum 29. August an.
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