Russland verschärft Blockade von WhatsApp und Telegram
Wichtige Fakten
- • WhatsApp ist in Russland nur noch über VPN-Verbindungen nutzbar, die ebenfalls eingeschränkt werden.
- • Kremlsprecher Peskow rechtfertigt die Blockade mit Metas Weigerung, russische Gesetze einzuhalten.
- • Die staatliche App Max wird für Chats in Bildungseinrichtungen und staatlichen Bereichen vorgeschrieben.
- • Meta wurde 2022 in Russland als extremistisch eingestuft, Facebook und Instagram sind blockiert.
- • Telegram und iMessage wurden ebenfalls in ihrer Nutzung eingeschränkt oder blockiert.
Verschärfte Einschränkungen für Messenger
Russland hat die Nutzung von Messengerdiensten wie WhatsApp und Telegram weiter eingeschränkt, wobei WhatsApp nur noch größtenteils über VPN-Verbindungen verfügbar ist. Der Meta-Konzern kritisiert diese Maßnahmen scharf und warnt, dass über 100 Millionen Nutzer von sicherer Kommunikation ausgeschlossen werden könnten, was zu geringerer Sicherheit für die Bevölkerung führt. Kremlsprecher Dmitri Peskow verteidigt die Blockade mit der Begründung, dass Meta sich weigere, russische Gesetze einzuhalten, und ruft stattdessen zur Nutzung der staatlichen Plattform Max auf.
Staatliche Kontrolle und Alternativen
Die staatliche App Max, die 2025 eingeführt wurde, kombiniert Messaging mit Zahlungen und staatlichen Diensten, ähnlich wie Chinas WeChat, und arbeitet ohne Verschlüsselung. Ihre Nutzung ist für Chats in Bildungseinrichtungen und vielen staatlich geregelten Bereichen vorgeschrieben. WhatsApp bezeichnet Max als "staatliche Überwachungs-App", während russische Behörden argumentieren, dass WhatsApp und Telegram sich weigern, Nutzerdaten lokal zu speichern und für illegale Aktivitäten genutzt werden.
Hintergrund und weitere Blockaden
Seit 2022 ist Meta in Russland als extremistisch eingestuft, wodurch Instagram und Facebook bereits blockiert sind. Neben WhatsApp wurden auch Telegram und der Apple-Dienst iMessage in ihrer Nutzung eingeschränkt, mit Telegram, das bereits im Januar 2026 weitgehend blockiert wurde. Die russische Regierung verschärft zudem die Kontrolle über VPN-Verbindungen, um die Umgehung der Blockaden zu erschweren, was Teil der Kreml-Strategie für ein "souveränes Internet" ist.
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