Schwarz-Grün: Annäherung auf leisen Sohlen
Wichtige Fakten
- • Ex-Seehofer hält Lobesrede auf Kretschmann bei Grünen-Veranstaltung.
- • Auch Kramp-Karrenbauer, Laschet und Merkel treten bei Grünen auf.
- • Gescheiterte Jamaika-Verhandlungen 2017 laut Seehofer schwerer Fehler.
- • Grüne öffnen sich in Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik für CDU-Ideen.
- • Schwarz-grüne Machtoption auf Bundesebene wird strategisch anvisiert.
Annäherung zwischen Union und Grünen
In den letzten Wochen gibt es auffällig viele Kontakte zwischen Ex-Spitzen von CDU/CSU und den Grünen. Bei der Verabschiedung des grünen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Kretschmann hielt Ex-CSU-Chef Seehofer eine glamouröse Rede, auch Ex-Kanzlerin Merkel und Ex-CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer und Laschet ließen sich blicken. Die Grünen nutzen diese Termine bewusst, um eine zu große Distanz zur Union zu vermeiden – mit Blick auf die nächste Bundestagswahl. Inhaltlich gibt es bereits Überschneidungen in der Außen- und Arbeitsmarktpolitik, etwa bei flexibleren Kündigungsschutzregeln.
Allerdings sind nicht alle in der Union offen für Schwarz-Grün: Kanzler und Fraktionschef Spahn stehen dem skeptisch gegenüber. Dennoch betont Grünen-Fraktionschefin Dröge, dass Parteien der Mitte trotz Konflikten verhandlungsfähig bleiben müssten. Seehofer sieht im grundsätzlichen Ausschluss von Schwarz-Grün einen strategischen Fehler der Union, der der AfD nütze.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.