Schwedische Kleinstadt nach Schwertangriff: Trauer und Fassungslosigkeit in Fagersta
Wichtige Fakten
- • Ein 17-jähriges Mädchen starb, zwei Schüler wurden schwer verletzt.
- • Ein 18-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen, er war früher schon gewalttätig.
- • Die Polizei will über 450 Zeugen vernehmen, die Schule bleibt geschlossen.
- • In Fagersta sollen Kerzen und Blumen an die Tote erinnern.
- • Regierungschef und Oppositionsführerin besuchten den Ort im Wahlkampf.
Trauer und Fassungslosigkeit nach Schwertangriff in Fagersta
Nach dem Schwertangriff an einer Schule in der schwedischen Kleinstadt Fagersta ist die Bestürzung groß. Ein 17-jähriges Mädchen wurde getötet, zwei Schüler wurden schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter, ein 18-jähriger Mann, wurde festgenommen. Die Polizei hat angekündigt, mehr als 450 Zeugen zu vernehmen, die Schule bleibt vorerst geschlossen. In der Stadt haben Menschen Kerzen, Blumen und Plüschtiere an einer Gedenkstätte niedergelegt, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen.
Schwierige Vergangenheit des Tatverdächtigen
Ersten Ermittlungen zufolge soll der Tatverdächtige eine schwierige Kindheit gehabt haben und zeitweise vom Jugendamt betreut worden sein. Bereits früher soll er gewalttätig geworden sein und wegen der Misshandlung eines Schülers eine Strafe erhalten haben. In der Stadt kursieren zudem Gerüchte, dass er selbst Opfer von Mobbing gewesen sein könnte. Die Polizei bittet die Bevölkerung, Gerüchte nicht weiterzuverbreiten.
Zusammenhalt und Gedenken in Fagersta
Angesichts des Schocks zeigt sich Fagersta geeint. In der Kirche von Pastor Lars Frisk finden Menschen einen Ort zum Trauern. Auch Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson und Oppositionsführerin Magdalena Andersson besuchten die Stadt, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen – mitten im Wahlkampf. Ein landesweit übertragener Gedenkgottesdienst ist geplant. Pastor Frisk hofft, dass die Gemeinschaft trotz des Erlebten gestärkt aus dieser Krise hervorgeht.
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