Schwedische Küstenwache durchsucht mutmaßlichen russischen Schattentanker in der Ostsee
Wichtige Fakten
- • Schwedische Küstenwache durchsuchte mutmaßlich russischen Schattentanker Flora 1 in der Ostsee.
- • Tanker verursachte Ölteppich östlich von Gotland, erreicht voraussichtlich nicht die Küste.
- • Flora 1 steht auf EU-Sanktionsliste, Eigentumsverhältnisse und Flagge sind unklar.
- • Schwedische Staatsanwaltschaft leitete Voruntersuchung ein, Schiff kam aus russischem Hafen Ust-Luga.
- • Russland nutzt Schattenflotte zur Umgehung von Sanktionen, erhöht Umweltrisiken durch ältere Tanker.
Zusammenfassung
Die schwedische Küstenwache hat in der Ostsee den mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehörenden Öltanker Flora 1 durchsucht. Das Schiff steht im Verdacht, einen Ölteppich vor der Insel Gotland verursacht zu haben, der voraussichtlich nicht die Küste erreichen wird. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass der Tanker auf der Sanktionsliste der Europäischen Union steht, während seine Flagge und Eigentumsverhältnisse unklar bleiben. Die schwedische Staatsanwaltschaft hat eine Voruntersuchung eingeleitet; das Schiff war vom russischen Hafen Ust-Luga unterwegs.
Hintergrund
Mit der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, westliche Sanktionen aus dem Ukraine-Krieg zu umgehen, oft mit älteren Tankern, die ein höheres Umweltrisiko darstellen. Europäische Staaten, darunter Schweden, haben ihre Bemühungen verstärkt, gegen diese Flotte vorzugehen. Der schwedische Minister für Zivilschutz, Carl-Oskar Bohlin, betonte die Ernsthaftigkeit des Vorfalls, auch wenn es sich nicht um eine größere Ölpest handelt. Russland hat diese Maßnahmen als feindselig verurteilt.
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