Serbien rüstet mit chinesischen Hyperschallraketen auf
Wichtige Fakten
- • Serbien hat CM-400-Hyperschallraketen aus China gekauft.
- • Präsident Vucic sieht eine Bedrohung durch NATO-Länder Kroatien, Albanien und Kosovo.
- • Über 60 Prozent der serbischen Militärankäufe stammen aus China.
- • Serbien bleibt neutral, führt aber NATO-Übungen durch und kauft französische Kampfflugzeuge.
- • Kroatien will die NATO über den Raketenkauf informieren.
Raketenkauf als Antwort auf NATO-Partnerschaft
Serbien hat als Reaktion auf vermeintliche Bedrohungen durch NATO-Staaten auf dem Balkan neuartige Überschallraketen vom Typ CM 400 aus China gekauft. Präsident Aleksandar Vucic bestätigte den Kauf im Sender RTS und begründete ihn mit einem militärischen Bündnis, das Kroatien, Albanien und Kosovo vor einem Jahr gegründet haben. Dieses Bündnis richte sich laut Vucic direkt gegen Serbien. Serbien ist zwar kein NATO-Mitglied, aber Partner des Militärbündnisses und EU-Beitrittskandidat.
Geopolitischer Spagat zwischen Ost und West
Der Raketenkauf unterstreicht den geopolitischen Spagat Serbiens: Einerseits pflegt das Land Beziehungen zu autoritär geführten Staaten wie China und Russland – über 60 Prozent der Militärankäufe stammen aus China. Andererseits führt Serbien gemeinsame Übungen mit der NATO durch und kauft Kampfflugzeuge in Frankreich. Vucic betonte, Serbien wolle keine NATO-Länder angreifen und werde der NATO nicht beitreten, sondern seine Neutralität bewahren.
Kritik und regionale Spannungen
Der Raketenkauf sorgt für Kritik und Spannungen in der Region. Kroatien kündigte an, die NATO über die Neuheit im serbischen Arsenal zu informieren, und wies die Vorwürfe zurück, das Bündnis sei gegen Serbien gerichtet. In Serbien selbst warnen regierungskritische Analysten vor einem Rüstungswettlauf und sehen den Kauf als politisches Manöver Vucics, um Stärke nach innen zu demonstrieren. Beobachter interpretieren die Rhetorik als Versuch, Nationalismus zu schüren und von innenpolitischen Themen abzulenken.
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