Sommerurlaub 2026: Viele Familien müssen sparen oder daheim bleiben
Wichtige Fakten
- • Ein Drittel der Deutschen reist 2026 nicht in den Sommerurlaub.
- • Durchschnittlich 1.600 Euro gaben Deutsche im Vorjahr für Haupturlaub aus.
- • Flugticketsteuern werden um bis zu 11,40 Euro gesenkt.
- • Camping gilt als kostengünstige Alternative: Familie Lorenz gibt 650–750 Euro für zehn Tage aus.
- • Große Reiseveranstalter wollen Preise nachträglich nicht erhöhen.
Finanzielle Belastung durch Inflation und hohe Flugpreise
Weltweite Krisen, teure Flüge und Inflation zwingen viele Deutsche, beim Sommerurlaub 2026 besonders auf die Kosten zu achten. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der norisbank will ein Drittel der Deutschen dieses Jahr nicht in den Sommerurlaub fahren. Davon gibt jedes dritte an, dass schlicht das Geld fehle. Familien wie Kay und Jennifer aus Koblenz müssen sogar auf ihre Rücklagen zurückgreifen, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten und unvorhergesehene Ausgaben wie Autoreparaturen zu stemmen – für sie ist Reisen daher nicht drin.
Alternativen: Camping und Gemeinschaftsreisen
Immer mehr Familien weichen auf günstigere Alternativen aus. Camping erfreut sich großer Beliebtheit: Familie Lorenz aus Gering reist für zehn Tage mit einem gebrauchten Faltcaravan für etwa 650 bis 750 Euro. Peter und Angelika Neumann aus Kaiserslautern verbringen mit ihrem Wohnmobil fünf bis sechs Wochen in der Bretagne und geben dabei unter 2.000 Euro aus. Christiane Krahl aus Kaiserslautern teilt sich mit Freunden ein Ferienhaus in Spanien, was die Kosten für jede Familie senkt.
Preispolitik und Steuererleichterungen
Die Steuern auf Flugtickets sollen ab Juli sinken – um 2,50 bis 11,40 Euro pro Fluggast, wie der Bundestag beschlossen hat. Ob die Airlines die Ersparnis weitergeben, ist jedoch unklar. Große Reiseveranstalter versichern, Preise für gebuchte Reisen nicht nachträglich zu erhöhen. International haben Airlines aufgrund des Kerosinmangels Ticketpreise deutlich angehoben, besonders auf Strecken zwischen Asien, Afrika und Europa.
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