USA erlauben Botschaftspersonal in Israel Ausreise - Deutschland verschärft Reisewarnung
Wichtige Fakten
- • USA stellen Botschaftspersonal in Jerusalem die Ausreise frei, Botschafter drängt zur Eile.
- • Deutschland hebt Krisenstufe für Botschaft Tel Aviv an: Kinder von Mitarbeitern sollen ausreisen.
- • US-Außenminister Rubio plant Gespräche in Israel nächste Woche über Iran-Konflikt.
- • Omanischer Vermittler: Technische Atomgespräche in Wien nächste Woche geplant trotz Genf-Ergebnis.
- • Mehrere Länder warnen vor Reisen in Region oder ziehen Personal ab.
Diplomatische Vorsichtsmaßnahmen verschärfen sich
Die USA haben Teilen ihres Botschaftspersonals in Jerusalem die Ausreise aus Israel freigestellt, einschließlich Familienangehörigen und Mitarbeitern, die nicht für den Notbetrieb benötigt werden. Laut Berichten der New York Times und AP drängte US-Botschafter Mike Huckabee in einer E-Mail zur Eile: Wer ausreisen wolle, "sollte dies heute tun". Parallel dazu hat das deutsche Auswärtige Amt die Krisenstufe für die Botschaft in Tel Aviv angehoben, wobei Kinder von Mitarbeitern ausreisen sollen, wie das ARD-Studio Tel Aviv erfuhr. Die Botschaft bleibe jedoch voll arbeitsfähig.
Politische und militärische Entwicklungen
US-Außenminister Marco Rubio kündigte für Anfang nächster Woche Gespräche in Israel über die Lage im Konflikt mit dem Iran an, wo regionale Prioritäten wie der Iran, Libanon und der Gaza-Friedensplan besprochen werden sollen. Die jüngsten Atomgespräche in Genf zwischen den USA und dem Iran endeten ohne Abkommen, doch der omanische Vermittler Badr al-Bussaidi sprach von "erheblichen Fortschritten" und kündigte technische Gespräche auf niedrigerer Ebene für nächste Woche in Wien an. US-Präsident Donald Trump hatte eine Frist von 10 bis 15 Tagen für eine Einigung gesetzt und bei Nichterfüllung mit "schlimmen Dingen" gedroht, wobei er betonte, noch keine abschließende Entscheidung über einen Angriff getroffen zu haben.
Internationale Reaktionen und Eskalationsrisiko
Die USA verstärken ihre militärische Präsenz in der Region, wobei der Flugzeugträger USS Gerald Ford Richtung Israel unterwegs ist. Andere Länder wie Australien, Großbritannien, Frankreich, China und Indien haben ähnliche Maßnahmen ergriffen, indem sie ihr Personal abzogen oder vor Reisen in den Iran oder Israel warnten. Frankreich erneuerte seine Reisewarnung für Israel, Jerusalem und das Westjordanland, und das deutsche Auswärtige Amt rät nun dringend von Reisen nach Israel und Ostjerusalem ab. Diese Entwicklungen werden als mögliche Vorboten eines US-Angriffs auf den Iran interpretiert, was Israel in den Konflikt hineinziehen könnte, nachdem es bereits im Juni eine Luftoffensive gegen den Iran führte.
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