Starmer trotzt Rücktrittsforderungen: Kabinett steht hinter britischem Premier
Wichtige Fakten
- • Keir Starmer lehnt Rücktritt ab, Kabinett gibt Rückendeckung.
- • Über 80 Labour-Abgeordnete fordern Starmers Rückzug.
- • Miatta Fahnbulleh tritt als erste Ministerin zurück.
- • Britische Anleiherenditen steigen auf höchsten Wert seit 1998.
Starmer weist Rücktrittsforderungen zurück
Der britische Premierminister Keir Starmer hat sich am 12. Mai 2026 nach einer Kabinettssitzung gegen Rücktrittsforderungen gestellt. Er erklärte, er übernehme die Verantwortung für die Niederlage bei den Kommunal- und Regionalwahlen, wolle jedoch weitermachen, da das Verfahren für einen Führungswechsel nicht eingeleitet worden sei. Das Kabinett gab ihm geschlossen Rückendeckung; niemand habe ihn offen herausgefordert, so Arbeitsminister Pat McFadden.
Zunehmender Druck aus der eigenen Partei
Auch wenn bislang kein Misstrauensantrag gestellt wurde, forderten bereits mehr als 80 Labour-Abgeordnete einen Zeitplan für Starmers Rückzug. Die Wohnungsbauministerin Miatta Fahnbulleh trat noch vor der Kabinettssitzung zurück, um den Druck zu erhöhen. Beobachter gehen davon aus, dass Gesundheitsminister Wes Streeting und der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, als mögliche Nachfolger im Gespräch sind.
Finanzmärkte reagieren nervös
Die Spekulationen um eine mögliche Ablösung Starmers belasteten die Finanzmärkte. Die Renditen 30-jähriger britischer Staatsanleihen stiegen auf den höchsten Stand seit 1998. Der britische Pfund verlor gegenüber dem Dollar zeitweise 0,6 Prozent an Wert. Hintergrund sind auch steigende Energiepreise durch den Nahostkonflikt, die das britische Haushaltsdefizit und die Inflation weiter verschärfen könnten.
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