Steuerschätzung: 87,5 Milliarden Euro weniger bis 2030
Wichtige Fakten
- • Steuerschätzer erwarten 87,5 Mrd. € weniger Einnahmen bis 2030.
- • 2026 brechen die Einnahmen um 17,8 Mrd. € ein.
- • Iran-Krieg und Energiepreisschock belasten die Wirtschaft.
- • Bundeshaushalt 2027 weist ein Loch von 20 Mrd. € auf.
- • Bis 2030 wächst das Haushaltsloch auf rund 60 Mrd. €.
Steuerschätzung senkt Prognosen drastisch
Der Arbeitskreis Steuerschätzung hat seine Prognose für die kommenden fünf Jahre vorgelegt: Bund, Länder und Gemeinden müssen mit 87,5 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen. Allein für 2026 erwarten die Experten ein Minus von 17,8 Milliarden Euro. Finanzminister Klingbeil machte den Iran-Krieg und den daraus resultierenden Energiepreisschock für die schwache Wirtschaftsentwicklung verantwortlich.
Haushaltslöcher wachsen rasant
Für den Bundeshaushalt 2027 klafft bereits ein Loch von 20 Milliarden Euro. Dieses soll durch Einsparungen, Subventionsabbau und Steuererhöhungen (etwa bei Tabak- und Alkoholsteuer) gestopft werden. In den Folgejahren verschärft sich die Lage: 2028 fehlen 29 Milliarden, 2029 bereits 51 Milliarden und 2030 rund 60 Milliarden Euro.
Streit um Steuerreform und Entlastungen
Die Koalition ist sich über Gegenmaßnahmen uneins. Während die Union Steuersenkungen für alle fordert, plädiert die SPD für eine Entlastung unterer und mittlerer Einkommen bei gleichzeitiger Belastung Spitzenverdienender. Die Linkspartei verlangt eine Vermögenssteuer. Kanzler Merz lehnt höhere Steuern für Spitzenverdiener ab, da dort auch viele Unternehmen betroffen wären.
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