Tiefpunkt für Schwarz-Rot: Regierungszufriedenheit auf neuem Tiefstand
Wichtige Fakten
- • Nur 15% sind mit der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung zufrieden.
- • Die SPD erreicht mit 12% in der Sonntagsfrage ein Rekordtief.
- • 66% der Deutschen fühlen sich durch Steuern und Sozialabgaben zu hoch belastet.
- • Die AfD könnte bei einer Wahl aktuell 25% Zustimmung erreichen.
- • Lediglich 20% vertrauen der Regierung bei der Zukunftssicherung der Sozialsysteme.
Regierungszufriedenheit auf historischem Tiefstand
Laut einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend sind nur noch 15 Prozent der Deutschen mit der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung zufrieden – der schlechteste Wert für diese Koalition. Dies entspricht einem Rückgang von zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat. Die Unzufriedenheit ist weit verbreitet, mit 84 Prozent, die mit der Regierungsarbeit unzufrieden sind.
Finanzielle Belastung und mangelndes Vertrauen
Zwei Drittel (66 Prozent) der Bevölkerung fühlen sich durch Steuern und Sozialabgaben zu hoch belastet, wobei diese Wahrnehmung unter Jüngeren (72 Prozent bei 18- bis 34-Jährigen) und AfD-Anhängern (87 Prozent) besonders ausgeprägt ist. Gleichzeitig hat nur ein Fünftel (20 Prozent) Vertrauen, dass die Regierung die Sozialsysteme zukunftssicher macht, und 26 Prozent vertrauen ihr beim Voranbringen der Wirtschaft.
Parteien und Politiker im Fokus
Die Arbeit der Koalitionsparteien wird mehrheitlich kritisch gesehen: Die CDU überzeugt 22 Prozent, die CSU 17 Prozent und die SPD 13 Prozent. Bei den SPD-Spitzenpolitikern verzeichnen Lars Klingbeil (18 Prozent Zufriedenheit, -15) und Bärbel Bas (15 Prozent, -10) deutliche Verluste. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz verliert acht Punkte auf 21 Prozent Zufriedenheit.
Sonntagsfrage zeigt Verschiebungen
In der Sonntagsfrage verliert die Union zwei Punkte auf 26 Prozent, die SPD fällt auf ein Rekordtief von 12 Prozent. Die AfD legt zwei Punkte zu und könnte aktuell 25 Prozent erreichen. Grüne und Linke verbessern sich leicht auf 14 bzw. 10 Prozent.
Reformvorschläge und Zustimmungen
Während die Reformbedürftigkeit in Deutschland breit anerkannt ist, gibt es bei konkreten Maßnahmen geteilte Meinungen. Eine steuerliche Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen findet mehrheitliche Zustimmung, während eine pauschale Mehrwertsteuererhöhung oder die Abschaffung des Ehegattensplittings abgelehnt werden. In der Gesundheitspolitik unterstützen viele eine stärkere Besteuerung gesundheitsschädlicher Stoffe, lehnen aber höhere Zuzahlungen ab.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.