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International 02.04.2026, 02:21 Aktualisiert: 02.04.2026, 08:03

Trump behauptet Kriegsziele fast erreicht - aber viele Fragen bleiben offen

Trump sagt, die wichtigsten US-Kriegsziele im Iran-Konflikt stünden 'kurz vor Vollendung'.

Wichtige Fakten

  • Trump sagt, die wichtigsten US-Kriegsziele im Iran-Konflikt stünden 'kurz vor Vollendung'.
  • Der US-Präsident kündigte an, den Iran in den nächsten zwei bis drei Wochen 'extrem hart' zu treffen.
  • Trump forderte Länder, die Öl aus der Region beziehen, auf, die Straße von Hormus selbst zu sichern.
  • Nur ein Drittel der US-Bevölkerung unterstützt laut CNN-Umfrage den Krieg gegen den Iran.
  • Die US-Geheimdienste teilen nicht Trumps Einschätzung zur iranischen Atomwaffenbedrohung.

Zusammenfassung

In einer mit Spannung erwarteten Rede an die Nation hat US-Präsident Donald Trump den Krieg gegen den Iran verteidigt und behauptet, die wichtigsten strategischen Ziele stünden kurz vor der Vollendung. Er kündigte an, den Iran in den nächsten zwei bis drei Wochen 'extrem hart' zu treffen und das Land 'in die Steinzeit zurückzubomben', falls keine Einigung erzielt wird. Zugleich forderte er Länder, die Öl über die Straße von Hormus beziehen, auf, die wichtige Meerenge selbst zu sichern, und erwähnte die NATO nicht. Die Rede bot wenig Neues und ließ viele Fragen offen, etwa zum Zeitplan für ein Kriegsende oder zu möglichen Bodenoffensiven.

Hintergrund und Reaktionen

Trump steht innenpolitisch unter Druck, da laut einer CNN-Umfrage nur ein Drittel der US-Bevölkerung den Militäreinsatz unterstützt und ebenso viele glauben, dass er einen klaren Plan hat. Demokraten kritisierten die Ansprache als 'incoherent' und warfen Trump vor, keine neue Strategie zu bieten. Unterdessen gingen die Kämpfe weiter, mit iranischen Raketenangriffen auf Israel und andere Länder der Region. Trump behauptete in seiner Rede, dass der Iran kurz davor gestanden habe, eine Atombombe zu bauen und Raketen zu entwickeln, die die USA hätten erreichen können. Diese Einschätzungen werden jedoch von den US-Geheimdiensten derzeit nicht geteilt, was die Glaubwürdigkeit seiner Aussagen in Frage stellt.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Die Schließung der Straße von Hormus durch den Iran hat zu einem Anstieg der Ölpreise geführt; nach Trumps Rede stieg der Brent-Preis auf über 105 Dollar pro Barrel. Weltweit reagieren Länder mit Energiesparmaßnahmen, während die USA ihre fossile Energieproduktion ausbauen. Eine internationale Konferenz soll diplomatischen Druck zur Wiedereröffnung der Meerenge ausüben, an der die USA nicht teilnehmen. Trump rief andere Länder dazu auf, etwas für die Öffnung der Straße von Hormus zu tun, insbesondere diejenigen, die Energie aus der Region beziehen.

Neue Details und Geheimdienstbewertungen

Zudem lobte Trump die Fortschritte des US-Militärs, einschließlich der Vernichtung der iranischen Marine, aber es fehlen unabhängige Bestätigungen für diese Behauptungen. Nach Angaben von US Central Command haben amerikanische Streitkräfte seit Beginn der Operation Epic Fury mehr als 12.300 Ziele im Iran angegriffen. Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges sind spürbar, mit steigenden Benzinpreisen in den USA und globalen Marktreaktionen. Trump versuchte in seiner Rede, die Amerikaner vom Nutzen des Krieges zu überzeugen, doch Umfragen zeigen anhaltende Skepsis in der Bevölkerung.

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