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Wirtschaft 13.08.2026, 06:59 Aktualisiert: 13.08.2026, 18:02

Britische Wirtschaft wächst trotz Krisen – Experten warnen vor Abschwung

Britische Wirtschaft wuchs im Q2 2026 um 0,4%.

Wichtige Fakten

  • Britische Wirtschaft wuchs im Q2 2026 um 0,4%.
  • ONS: BIP liegt 1,2% über Vorjahresniveau.
  • Juni-Wachstum dank Fußball-WM und Sommerwetter 0,3%.
  • Regierung warnt vor nur 0,9% BIP-Wachstum 2026.
  • Politiker streiten über wirtschaftspolitische Verantwortung.

Quartalswachstum trotz Krisen

Die britische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal 2026 um 0,4% und lag damit leicht unter dem Wert des Vorquartals (0,6%). Das Wachstum entsprach den Erwartungen der Analysten. Laut dem Office for National Statistics (ONS) ist die Wirtschaft weiterhin „relativ robust“ und liegt im Jahresvergleich um 1,2% über dem Vorjahreswert. Getragen wurde das Wachstum vor allem vom Dienstleistungssektor, darunter IT, Werbung und Pharma, während die Energiewirtschaft und Abwasserentsorgung negative Beiträge lieferten. Die britische Wirtschaft zeigte sich trotz des Iran-Kriegs und politischer Unsicherheiten nach dem Rücktritt von Premierminister Starmer widerstandsfähig.

Positive Juni-Zahlen dank Sommer und Fußball-WM

Besonders überraschend war das Juni-Wachstum von 0,3%, das durch das warme Sommerwetter und die Fußball-Weltmeisterschaft begünstigt wurde. Gastronomie und Einzelhandel profitierten von den Public Viewings. Das ONS vermeldete auch, dass es trotz der Energiekrise positive Signale gab. Unternehmen wie Clarity Plastics berichten, dass sich die Rohstoffpreise nach dem anfänglichen Schock wieder normalisieren. Viele Betriebe investieren weiterhin, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Sorge vor nachlassender Dynamik und steigenden Kosten

Experten warnen jedoch, dass das Wachstum von temporären Faktoren abhing und die zweite Jahreshälfte deutlich schwächer ausfallen könnte. Ökonomen wie Suren Thiru von der ICAEW erwarten eine „schmerzhaftere Abkühlung“. Die Energiekosten bleiben volatil, und die Inflation dürfte im Juli auf über 2,6% steigen. Zudem belasten die prognostizierten niedrigen Wachstumsraten von 0,9% für 2026 und nur 0,3% für 2027 bei anhaltenden Störungen in der Straße von Hormus die Aussichten. Der kommende Haushalt von Schatzkanzler John Healey im Oktober wird angesichts der schwachen Wachstumsaussichten und hohen Kosten eine Herausforderung.

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