Militärreform in der Ukraine: Langgediente Soldaten sollen Pause bekommen
Wichtige Fakten
- • Ukraine startet Reform für langgediente Soldaten mit Frontpause.
- • Verteidigungsminister Fedorow will gerechtere Rotationsmodelle einführen.
- • Frontsoldaten müssen noch mindestens zehn Monate kämpfen.
- • Infanteristen an der Front sollen bis zu 5.800 Euro verdienen.
- • Kritiker fordern sofortige Entlassung der Altgedienten.
Militärreform für mehr Gerechtigkeit
Die ukrainische Regierung hat eine Militärreform angekündigt, die langgedienten Soldaten eine erzwungene Pause von der Front ermöglichen soll. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow, seit Jahresbeginn im Amt, bezeichnete die Maßnahme als "ersten Schritt für mehr Gerechtigkeit". Frontsoldaten müssen mindestens zehn Monate weiterkämpfen, andere mindestens zwei Jahre, bevor sie temporär entlassen werden können. Die Reform sieht vor, dass Soldaten neue Verträge unterschreiben, die eine spätere Entlassung garantieren.
Kritik an den neuen Regelungen
Kritiker der Reform fordern eine sofortige Entlassung der seit 2014 oder 2022 dienenden Soldaten. Fedorow argumentiert jedoch, dass diese das Rückgrat der Armee bilden und die Front halten. Neue Rekruten sollen die Altgedienten nach und nach ersetzen, dabei werden Infanteristen an vorderster Front mit monatlich bis zu 5.800 Euro gelockt. Zudem soll die Reform ausländische Staatsbürger zur Teilnahme an der ukrainischen Armee bewegen.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.