Teilen:
Politik 23.08.2026, 12:22 Aktualisiert: 23.08.2026, 15:01

Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt vor russischer Mobilisierung – Besuch Wadephuls in Charkiw

Selenskyj erwartet russische Mobilisierung von 300.000 Soldaten.

Wichtige Fakten

  • Selenskyj erwartet russische Mobilisierung von 300.000 Soldaten.
  • Wadephul besuchte Charkiw und sicherte 50 Millionen Euro Hilfe zu.
  • Ex-Verteidigungsminister Fedorow fordert Wahlen trotz Kriegsrecht.
  • Russland zog Botschafter aus Großbritannien ab.
  • Patriot-Lieferungen an die Ukraine haben sich seit 2023 halbiert.

Militärische Lage und Selenskyjs Warnungen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet nach den russischen Parlamentswahlen im September mit einer Mobilisierung von 300.000 Soldaten durch Moskau. Zudem könnte Russland bis 2027 weitere Hunderttausende Soldaten einziehen, um die Region Donezk vollständig zu erobern. Dringend benötigt die Ukraine neue Flugkörper für Patriot-Systeme; die Lieferungen haben sich seit 2023 halbiert (675 auf 264 Raketen). Kiew erwartet von der EU 30 Milliarden Euro für Verteidigungsausgaben, um eine Finanzierungslücke von rund 23 Milliarden Euro zu schließen. Selenskyj warnt vor Wahlen in Kriegszeiten, da dies den Staat spalten würde.

Wadephul in Charkiw und humanitäre Hilfe

Bundesaußenminister Johann Wadephul besuchte die frontnahe Stadt Charkiw, wo er den Widerstandswillen der Bewohner würdigte. Er besichtigte ein Kraftwerk, das mehrfach angegriffen wurde, und sicherte der Ukraine weitere humanitäre Hilfe von 50 Millionen Euro zu. Unterdessen hat Russland seinen Botschafter in Großbritannien abgezogen, was die angespannten Beziehungen weiter verschärft. Die britische Regierung betont, weiterhin an der Seite der Ukraine zu stehen.

Innere Spannungen und Korruptionsvorwürfe

Der entlassene Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow forderte in einem BBC-Interview eine Aufklärung über mögliche Korruption in der Regierung. Obwohl er Selenskyj persönlich keine Verfehlungen vorwirft, fordert er, dass dieser sich zu einem Geldwäsche-Skandal äußern solle. Fedorow wiederholt seine Forderung nach Kriegswahlen, stößt damit jedoch auf breite Ablehnung.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.