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International 17.03.2026, 17:13

UN-Bericht warnt vor Eskalation der Siedlergewalt im Westjordanland

Die Gewalt durch israelische Siedler stieg auf 1.732 Fälle in 12 Monaten bis Oktober 2025.

Wichtige Fakten

  • Die Gewalt durch israelische Siedler stieg auf 1.732 Fälle in 12 Monaten bis Oktober 2025.
  • 36.000 Palästinenser wurden seit November 2024 vertrieben, laut UN-Bericht.
  • Israelische Behörden erlaubten den Bau von über 64.000 neuen Wohnungen im Westjordanland.
  • Die UN sieht in den Siedleraktivitäten koordinierte Aktionen mit staatlicher Beteiligung.
  • Die Gewalt hat seit dem Hamas-Angriff im Oktober 2023 stark zugenommen.

Zusammenfassung

Ein aktueller Bericht des UN-Menschenrechtsbüros dokumentiert eine deutliche Zunahme der Gewalt durch israelische Siedler gegen Palästinenser im besetzten Westjordanland. In den zwölf Monaten bis Ende Oktober 2025 wurden 1.732 Fälle von Siedlergewalt registriert, gegenüber 1.400 im Vorjahreszeitraum. Der Bericht warnt, dass diese Aktivitäten auf koordinierte Aktionen und eine israelische Politik hindeuten, die Befürchtungen einer "ethnischen Säuberung" aufkommen lassen, und stuft sie als potenzielle Kriegsverbrechen ein.

Hintergründe und Details

Laut UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk spielen israelische Behörden eine zentrale Rolle, indem sie Anweisungen geben, sich beteiligen und das Verhalten der Siedler ermöglichen, von denen viele staatlich bewaffnet und trainiert werden. Seit November 2024 wurden etwa 36.000 Palästinenser vertrieben, und israelische Behörden haben den Bau von fast 37.000 neuen Wohnungen in Ostjerusalem sowie 27.200 im Rest des Westjordanlandes genehmigt. Die Gewalt hat seit dem Hamas-Angriff im Oktober 2023 stark zugenommen, mit Rekordzahlen von 131 Verletzten im Oktober 2025 während der Olivenernte.

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