Ungarns Premier Magyar sucht Annäherung an Polen
Wichtige Fakten
- • Ungarns Premier Peter Magyar reist zu Erstbesuch nach Polen.
- • Unter Orbans prorussischer Haltung litten die bilateralen Beziehungen.
- • Magyar will Vertrauen aufbauen und alte Bande stärken.
- • Ungarn hält an russischen Rohstoffimporten fest.
- • Polen bietet Zugang zu Häfen und Rohstoffalternativen an.
Besuch in Polen als Zeichen des Neuanfangs
Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar absolviert seiner erste Auslandsreise nach Polen. Der Besuch wird in Warschau als wichtiger Schritt zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen gewertet, die sich unter seinem Vorgänger Viktor Orbán deutlich verschlechtert hatten. Am Dienstag besuchte Magyar bereits Krakau, wo er an historische Verbindungen anknüpfen wollte. Zitate wie das polnische Sprichwort ‚Pole und Ungar, zwei Brüder‘ untermauerten seine Absicht. Heute sind Treffen mit Präsident Nawrocki und Premier Tusk geplant.
Schwierige Hinterlassenschaften Orbans
Der Historiker Mitrovits betonte, die prorussische Haltung der vorherigen Regierung sei von der polnischen Elite als Verrat empfunden worden. Magyar verurteilte die Rhetorik Orbans scharf. Allerdings setzt Ungarn weiterhin auf russische Rohstoffimporte. Polens Vize-Außenminister Niemczycki bietet Zugang zu Häfen und Alternativen an, räumt jedoch die Schwierigkeit ein, Ungarn zur Abkehr von russischen Brennstoffen zu bewegen.
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