Ungleiche Verteilung: Frauen selten Hauptverdiener
Wichtige Fakten
- • Nur in 9,9 % der Paarhaushalte verdient die Frau mehr.
- • Bei Paaren mit Kindern sind nur 7,7 % der Frauen Hauptverdiener.
- • 2025 lag die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen bei 16 %.
- • Mütter arbeiten häufiger in Teilzeit als erwerbstätige Frauen insgesamt.
- • 63,6 % der Einkommensunterschiede bei Paaren mit Kindern sind groß.
Einleitung
In Deutschland gibt es nach wie vor eine deutliche Ungleichheit bei den Einnahmen zwischen Männern und Frauen. Laut einer Analyse des Statistischen Bundesamtes verdiente 2025 in nur 9,9 Prozent der Paarhaushalte die Frau mehr als der Mann. Dies stellt einen leichten Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren dar, wo 2021 der Anteil bei 10,5 Prozent lag.
Frauen als Hauptverdiener
Die Untersuchung zeigt, dass in 55,8 Prozent der Paare der Mann als Hauptverdiener gilt, während in 34,3 Prozent die Einkünfte der Paare in etwa gleich verteilt sind. Besonders deutlich wird die Diskrepanz bei Paaren mit Kindern, wo die Frauen nur in 7,7 Prozent der Fälle die Haupteinkommensquelle darstellen. In Paarhaushalten mit Kindern liegt der Anteil der Männer als Haupteinkommenspersonen bei 64,6 Prozent.
Erwerbstätigkeit und Teilzeitarbeit
Diese Unterschiede können auch auf die Erwerbstätigkeit zurückgeführt werden. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes arbeiten Mütter häufiger in Teilzeit als erwerbstätige Frauen insgesamt, wohingegen Väter seltener in Teilzeit tätig sind. Dadurch verschärfen sich die Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern zusätzlich.
Kritik an der Lohnlücke
Bettina Kohlrausch von der Hans-Böckler-Stiftung kritisiert die Disparität als Spiegelbild der schlechteren Bezahlung von Frauen. Die vorhandene Lohnlücke beträgt 16 Prozent und bleibt bei vergleichbaren Tätigkeiten, Qualifikationen und Erwerbsbiographien bestehen.
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