USA fordern 200 Milliarden Dollar für Iran-Krieg – Großbritannien erlaubt Nutzung von Militärbasen
Wichtige Fakten
- • Das Pentagon fordert 200 Mrd. Dollar zusätzlich für den Iran-Krieg vom Kongress.
- • Ein Kriegstag kostet die USA laut Schätzungen eine Milliarde Dollar.
- • Deutschland erleichtert befristet Waffenexporte für Luft- und Seeverteidigung an Golfstaaten.
- • Großbritannien erlaubt USA Nutzung britischer Militärbasen für Angriffe auf Iran.
- • Iran droht Großbritannien mit Vergeltung für die Beteiligung am Krieg.
Kosten und politische Debatte
Das US-Verteidigungsministerium hat beim Kongress die Bewilligung zusätzlicher 200 Milliarden Dollar für den Krieg gegen Iran beantragt, was etwa dem Doppelten der deutschen Verteidigungsausgaben entspricht. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Summe als "kleinen Preis" für die Sicherheit, während Verteidigungsminister Pete Hegseth betonte, dass Geld benötigt werde, um "die Bösen zu bekämpfen" und Munitionsvorräte aufzufüllen. Politiker der Demokraten reagierten empört und verwiesen auf alternative Verwendungsmöglichkeiten wie Krankenversicherung oder Bildung. Selbst einige Republikaner wie Senator Thomas Lankford reagierten zurückhaltend und forderten Details, während Abgeordnete Lauren Boebert ein klares Nein ankündigte. Die Bewilligung durch den Kongress ist ungewiss, da Trump einen Friedensvertrag mit Iran ausgeschlossen hat und die meisten Amerikaner den Krieg ablehnen.
Deutsche Waffenexporte und internationale Reaktionen
Die Bundesregierung lockert befristet für sechs Monate die Regelungen für den Export von Rüstungsgütern zur Luft- und Seeverteidigung an Golfstaaten wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Kuwait, Bahrain und den Oman sowie an die Ukraine. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche begründete dies mit den "wahllosen Angriffen Irans" auf die Golfstaaten, die dringend solche Güter benötigten. Gleichzeitig hat Großbritannien den USA nun die Nutzung britischer Militärbasen für Angriffe auf iranische Raketenstellungen erlaubt, die die Schifffahrt in der Straße von Hormus bedrohen. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi konterte, dass dies "britische Leben in Gefahr" bringe und drohte mit Selbstverteidigung.
Wirtschaftliche Auswirkungen und Eskalation
Der Krieg hat zu einem deutlichen Anstieg der Ölpreise geführt, wobei Saudi-Arabien als größter Ölproduzent des Golfs mit Preisen von über 180 Dollar pro Barrel rechnet, sollte der Konflikt bis Ende April andauern. Angriffe auf Energieinfrastruktur, insbesondere auf Flüssiggasanlagen in Katar, haben die LNG-Exportkapazität des Landes um 17 Prozent reduziert, was die Versorgung in Europa und Asien beeinträchtigt und nach Qatari-Angaben bis zu fünf Jahre Reparatur erfordert. Die Blockade der Straße von Hormuz, durch die ein Drittel des seegestützten Öls fließt, verschärft die Lage zusätzlich. Iran setzt seine Raketenangriffe auf Israel fort, trotz Behauptungen der US-israelischen Allianz, die iranischen Fähigkeiten seien "dezimiert", und droht mit "null Toleranz" für weitere Angriffe auf seine Energieinfrastruktur. Die wirtschaftlichen Folgen betreffen auch Asien, wo China Düngerexporte drosselt, um den Inlandsmarkt zu schützen.
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