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USA klagen Raúl Castro an: Internationale Spannungen verschärfen sich
US-Justizministerium klagt Ex-Präsident Raúl Castro wegen Flugzeugabschusses 1996 an.
Wichtige Fakten
- • US-Justizministerium klagt Ex-Präsident Raúl Castro wegen Flugzeugabschusses 1996 an.
- • Vier Tote, darunter drei US-Bürger, bei Abschuss über internationalen Gewässern.
- • China und Russland verurteilen US-Vorgehen als Gewaltandrohung.
- • Kuba warnt vor „Blutbad“ bei US-Militäreinsatz.
- • US-Außenminister Rubio bietet 100 Millionen Dollar Hilfe an.
USA erheben Anklage gegen Raúl Castro
Das US-Justizministerium hat Anklage gegen Kubas ehemaligen Präsidenten Raúl Castro erhoben. Ihm wird vorgeworfen, in den Abschuss zweier Zivilflugzeuge durch die kubanische Luftwaffe im Februar 1996 verwickelt gewesen zu sein. Dabei kamen vier Menschen ums Leben, darunter drei US-Bürger. Die Flugzeuge gehörten der Exil-Kubaner-Organisation „Brothers to the Rescue“. Verteidigungsminister war damals Raúl Castro. Die Anklage wirft ihm die Zerstörung von Flugzeugen und vierfachen Mord vor. Laut US-Justizminister Todd Blanche soll er eine Befehlskette beaufsichtigt haben, die zu dem Angriff führte. Die Klage wurde in Florida eingereicht. Castro war kürzlich in der Öffentlichkeit gesehen worden; es gibt keine Hinweise auf eine Flucht. Blanche erklärte, man erwarte, dass Castro sich freiwillig oder „auf andere Weise“ stelle.Internationale Reaktionen und politische Dimension
Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel bezeichnete die Klage als politisches Manöver ohne rechtliche Grundlage. US-Präsident Trump erklärte, die USA würden „Kuba befreien“. China und Russland verurteilten das Vorgehen scharf: Peking forderte ein Ende von Sanktionen, Moskau sprach von Gewaltandrohung gegenüber Staatsoberhäuptern. US-Außenminister Marco Rubio stellte Kuba unterdessen Hilfen in Höhe von 100 Millionen Dollar in Aussicht, machte die Regierung für Versorgungsmängel verantwortlich. Kubas Außenminister bezeichnete das Angebot angesichts der US-Blockade als Zynismus.Aktuelle Bedrohungslage
Die Sorge vor einem US-Angriff auf Kuba ist real: Die Regierung veröffentlichte kürzlich einen Leitfaden für Krisenfälle. Trump hatte zuvor gedroht, Kuba stehe nach Venezuela als Nächstes an. Seit Januar herrscht erhöhte US-Präsenz mit Patrouillenflügen und einem Flugzeugträger. Bezüglich einer möglichen Festnahme Castros, ähnlich wie zuvor bei Maduro in Venezuela, äußerten sich US-Beamte nicht konkret. Ein europäischer Geschäftsmann äußerte Bedenken wegen mutmaßlicher korrupter Absichten US-amerikanischer Kreise zur Übernahme kubanischer Wirtschaftssektoren.Das könnte Sie auch interessieren
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