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Politik 21.05.2026, 06:45 Aktualisiert: 21.05.2026, 08:03

US-Klage gegen Raúl Castro: Jahrelange Spannungen eskaliert

US-Justizministerium klagt Raúl Castro wegen Flugzeugabschuss 1996 an.

Wichtige Fakten

  • US-Justizministerium klagt Raúl Castro wegen Flugzeugabschuss 1996 an.
  • Vier Menschen starben bei Abschuss von zwei Zivilflugzeugen durch Kuba.
  • Castro wird Verschwörung und vierfacher Mord vorgeworfen.
  • Kuba wies Klage als politisch motiviert und ohne Rechtsgrundlage zurück.
  • Präsident Trump deutete militärische Option gegen Kuba nicht ausdrücklich an.

USA klagen Kubas Ex-Präsidenten Raúl Castro an

Das US-Justizministerium hat Anklage gegen Kubas ehemaligen Präsidenten Raúl Castro erhoben. Ihm wird vorgeworfen, in den Abschuss zweier Zivilflugzeuge durch die kubanische Luftwaffe im Februar 1996 verwickelt gewesen zu sein. Dabei kamen vier Menschen ums Leben, darunter drei US-Bürger. Die Flugzeuge gehörten der Exil-Kubaner-Organisation „Brothers to the Rescue“, die Flüchtlingen half. Verteidigungsminister war damals Raúl Castro. Die Anklage wirft ihm die Zerstörung von Flugzeugen und vierfachen Mord vor. Laut US-Justizminister Todd Blanche soll er eine Befehlskette beaufsichtigt haben, die zu dem Angriff führte.

Internationale Reaktionen und politische Dimension

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel bezeichnete die Klage als „politisches Manöver ohne rechtliche Grundlage“. US-Präsident Donald Trump erklärte, die USA würden „Kuba befreien“ und drohte mit einer Ausweitung des US-Einflusses. Die Klage gegen Castro ähnelt dem Vorgehen gegen Venezuelas Ex-Präsidenten Nicolás Maduro, der nach einer US-Anklage festgenommen wurde. Trump kündigte eine Eskalation im Verhältnis zu Kuba an, nannte jedoch keine konkreten militärischen Schritte.

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