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Politik 08.07.2026, 05:28 Aktualisiert: 08.07.2026, 18:01

Trump erklärt Waffenruhe mit Iran für beendet – Neue Angriffe und Sanktionen

US-Präsident Trump erklärt Rahmenabkommen und Waffenruhe mit Iran für beendet.

Wichtige Fakten

  • US-Präsident Trump erklärt Rahmenabkommen und Waffenruhe mit Iran für beendet.
  • USA bombardieren über 80 Ziele in Iran, darunter 60 Boote der Revolutionsgarde.
  • Iran greift als Vergeltung 85 US-Armeeanlagen in Kuwait und Bahrain an.
  • USA widerrufen Öllizenz und setzen Sanktionen gegen Iran wieder in Kraft.
  • Trump droht mit massiven Angriffen, rechnet aber mit schnellem Ende.

USA greifen erneut Ziele im Iran an – Trump erklärt Abkommen für beendet

Die USA haben als Reaktion auf iranische Attacken auf Tanker in der Straße von Hormus erneut Ziele im Iran bombardiert. Das US-Regionalkommando Centcom teilte mit, mehr als 80 Ziele seien getroffen worden, darunter Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen und über 60 Boote der Revolutionsgarde. US-Präsident Donald Trump erklärte beim Nato-Gipfel in Ankara, das Rahmenabkommen und die Waffenruhe mit der Islamischen Republik seien für beendet. „Ich denke, es ist vorbei“, sagte Trump. Er bezeichnete die iranische Führung als „kranke Leute“ und „Abschaum“. Zugleich ließ er jedoch eine Hintertür offen: Seine Unterhändler könnten weiterverhandeln, auch wenn er dies für Zeitverschwendung halte.

Iranische Vergeltungsschläge und internationale Reaktionen

Iran reagierte seinerseits mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte in Kuwait und Bahrain. Die iranischen Streitkräfte hätten mit Raketen und Drohnen 85 wichtige US-Armeeanlagen in beiden Ländern angegriffen, erklärten die Revolutionsgarden. In Kuwait und Bahrain wurde die Luftabwehr aktiviert. Die USA widerriefen zudem die Lizenz zum Verkauf von iranischem Öl und setzten Sanktionen wieder in Kraft. Der frühere Nato-Oberkommandeur James Stavridis befürwortete diesen Schritt: „Trump muss die Luftangriffe verstärken und Irans Wirtschaft unter Druck setzen.“ Nato-Generalsekretär Mark Rutte nannte die US-Angriffe „absolut notwendig“.

Experten sehen Eskalationsgefahr und stockende Verhandlungen

Nahost-Experte Guido Steinberg sieht eine gefährliche Eskalation und erkennt in Trumps Kurs Ratlosigkeit. Nach den neuen Angriffen sei offen, ob das Waffenstillstandsabkommen vom Juni noch zu retten sei. Beide Seiten zeigten einen Schaukelkurs: Sie sprachen von Dialog, attackierten sich aber zugleich. Trump drohte sogar mit der Besetzung der strategisch wichtigen Insel Charg oder Angriffen auf die zivile Infrastruktur Irans, schloss dann aber ein Wiederaufflammen des Krieges aus. „Ich glaube, das wird sehr schnell gehen“, sagte Trump. Steinberg bezweifelt eine schnelle Lösung und rechnet eher mit anhaltenden Scharmützeln.

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