USA forciert NATO-Umbau: Hegseth droht mit Truppenabzug, Europa soll mehr zahlen
Wichtige Fakten
- • US-Streichpläne für Verteidigung Europas treten sofort in Kraft.
- • NATO-Generalsekretär Rutte fordert Europa zu Kraftanstrengung auf.
- • Hegseth kündigt sechsmonatige Überprüfung der US-Truppenpräsenz an.
- • Zelenskyj warnt nach Drohnenangriff auf Moskau: „Wenn Ukraine brennt, brennt Moskau.“
- • NATO will nukleare Fähigkeiten modernisieren, beschließt aber keine neuen US-Stationierungen.
USA forciert Lastenteilung in der NATO
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den NATO-Partnern eine deutliche Steigerung ihrer Verteidigungsausgaben abverlangt und eine umfassende Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa angekündigt. Die von Washington bereits eingeleiteten Streichpläne treten sofort in Kraft, was vor allem das konventionelle militärische Engagement der USA in Europa betrifft, darunter Kampfflugzeuge und Drohnen. NATO-Generalsekretär Mark Rutte rief die Europäer auf, die entstehenden Lücken zu füllen, und betonte, man sei dazu „bereit, willens und in der Lage“.
Hegseths scharfe Kritik und Forderungen
Hegseth warf den europäischen Verbündeten „militärische Nachlässigkeit“ vor und erinnerte an die verweigerte Nutzung von Stützpunkten während des Iran-Konflikts durch Spanien und Italien. Er drohte, dass Länder, die ihre Ausgaben nicht wie beim Gipfel in Den Haag vereinbart auf 3,5 Prozent des BIP erhöhten, mit einem Rückzug der US-Unterstützung rechnen müssten. Zugleich schlug er eine „NATO 3.0“ vor, die eine stärkere Ausrichtung auf konventionelle Fähigkeiten in Europa vorsieht.
Ukraine und nukleare Abschreckung
Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts drohte Präsident Selenskyj nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Moskauer Ölraffinerie, dass Moskau brennen werde, sollte die Ukraine untergehen. Die NATO bekräftigte unterdessen in ihrer Nuklearen Planungsgruppe, die atomare Abschreckung bleibe die „oberste Garantie“ für die Sicherheit der Allianz und solle modernisiert werden.
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