USA und Iran: Waffenruhe endgültig gescheitert – Trump erklärt Abkommen für beendet
Wichtige Fakten
- • USA bombardieren über 80 Ziele im Süden Irans.
- • Iran greift US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain an.
- • Trump erklärt Waffenruhe-Abkommen für beendet.
- • Nato unterstützt US-Angriffe und macht Iran verantwortlich.
- • Katar fordert Erklärung von Iran für Angriff auf eigenen Tanker.
Waffenruhe endgültig gebrochen
Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran ist endgültig geplatzt. In der Nacht zum 8. Juli 2026 bombardierten die USA mehr als 80 Ziele im Süden Irans, darunter Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen und Schnellboote der Revolutionsgarde. Die USA begründen den Angriff mit iranischen Attacken auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus, darunter einen katarischen LNG-Tanker. Das US-Zentralkommando sprach von einem klaren Bruch der zuvor vereinbarten Waffenruhe durch Iran. Die USA haben zudem die im Juni ausgesetzten Öl-Sanktionen wieder in Kraft gesetzt.
Vergeltung und internationale Reaktionen
Iran revanchierte sich zeitgleich mit Angriffen auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain. Die Revolutionsgarde meldete den Beschuss von 85 Zielen mit Raketen und Drohnen. US-Präsident Donald Trump, der beim Nato-Gipfel in Ankara die Angriffe bewilligt hatte, erklärte das Rahmenabkommen mit Iran für „vorbei“. Zuvor hatten sich beide Seiten erst Mitte Juni auf eine Absichtserklärung verständigt, die in vertiefte Friedensverhandlungen münden sollte. Nato-Generalsekretär Mark Rutte sowie Bundesaußenminister Johann Wadephul äußerten Verständnis für die US-Angriffe und warfen Iran vor, die Waffenruhe gebrochen zu haben.
Trump droht Nato-Partnern
Der Konflikt droht erneut zu eskalieren. Iran erklärte, keine Verhandlungen unter Drohungen zu führen und kündigte angemessene Maßnahmen an. Katar, das sich als Vermittler engagiert hatte, machte Iran für den Beschuss des eigenen Schiffes verantwortlich. Eine diplomatische Lösung rückt damit in weite Ferne; die Hoffnung der Nato-Partner, Trump durch den Gipfel „gut zu stimmen“, erfüllte sich nicht. Er kündigte zudem Handelsbeschränkungen gegen Spanien an und wiederholte seine Ansprüche auf Grönland.
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