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International 08.04.2026, 07:59 Aktualisiert: 08.04.2026, 12:06

Internationale Erleichterung nach Waffenruhe, doch viele Fragen offen

Die USA, Israel und Iran vereinbarten eine zweiwöchige Waffenruhe, vermittelt durch Pakistan.

Wichtige Fakten

  • Die USA, Israel und Iran vereinbarten eine zweiwöchige Waffenruhe, vermittelt durch Pakistan.
  • Der DAX stieg um 4,8% und die Ölpreise brachen um bis zu 15% ein.
  • Iran will die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr unter Auflagen öffnen.
  • Ein Zehn-Punkte-Plan Irans dient als Grundlage für Verhandlungen ab Freitag in Islamabad.
  • Die Waffenruhe gilt nicht für den Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon.

Börsen reagieren erleichtert auf Waffenruhe

Die Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA, Israel und Iran hat weltweit für Erleichterung gesorgt. Die Börsen reagierten mit deutlichen Kursgewinnen: Der DAX stieg um 4,8% auf 24.022 Punkte, und die Ölpreise brachen um bis zu 15% ein, da Iran die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr öffnen will. Diese Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Energie, und ihre Öffnung war eine Bedingung der USA für die Feuerpause.

Internationale Begrüßung mit Vorbehalten

Die Bundesregierung, die EU und andere Staaten wie Großbritannien begrüßten die Feuerpause, betonten aber, dass sie nur ein erster Schritt sein dürfe. Bundesaußenminister Johann Wadephul nannte sie eine "frohe Botschaft", forderte jedoch eine dauerhafte Befriedung. Die Waffenruhe wurde durch Vermittlung Pakistans erreicht, das für Freitag zu Verhandlungen in Islamabad einlud. Deutschland kündigte an, sich an der Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen.

Offene Fragen und Herausforderungen

Viele Details bleiben ungeklärt, darunter die Zukunft des iranischen Atomprogramms und die Kontrolle über die Straße von Hormus. Irans Zehn-Punkte-Plan, der als Verhandlungsgrundlage dient, enthält widersprüchliche Aussagen, etwa zur Urananreicherung, mit Unterschieden zwischen der farsischen und englischen Version. Zudem gilt die Waffenruhe nicht für den Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon, was weitere Spannungen befürchten lässt. Reedereien wie Hapag-Lloyd und Maersk bleiben vorsichtig und haben ihre Schiffe noch nicht durch die Straße von Hormus passieren lassen.

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