Wirtschaftliche Prognosen gedämpft: Iran-Krieg belastet Konjunktur und Inflation
Wichtige Fakten
- • BIP-Wachstum 2026 auf 0,6% gesenkt, Herbstprognose war 1,3%
- • Inflationsprognose für 2026 auf 2,8% erhöht, vorher 2,0%
- • 90% der Industriebetriebe fühlen sich durch den Krieg beeinträchtigt
- • Energiepreise in Deutschland stiegen im März um 7,2%
- • Konsumklima im April auf minus 28,0 Punkte gefallen
Konjunkturprognosen nach unten korrigiert
Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognosen für das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) deutlich nach unten korrigiert: Für 2026 wird nur noch ein Wachstum von 0,6% erwartet, statt zuvor 1,3% in der Herbstprognose. Grund sind die Folgen des Iran-Krieges, die zu höheren Energiepreisen und Unsicherheit führen. Die Inflation wird für 2026 und 2027 auf 2,8% prognostiziert, nachdem zuvor niedrigere Werte erwartet wurden.
Auswirkungen auf Verbraucher und Unternehmen
Die gestiegenen Energiepreise, insbesondere für Benzin und Diesel, belasten Verbraucher: Das Konsumklima ist im April auf minus 28,0 Punkte gefallen, da Kaufkraft für andere Ausgaben fehlt. Gleichzeitig sehen neun von zehn Industriebetrieben ihre Geschäfte durch den Krieg beeinträchtigt, vor allem durch höhere Energiekosten und Lieferprobleme. Viele Unternehmen planen mit Preiserhöhungen, was den Inflationsdruck weiter verstärken könnte.
Politische und wirtschaftliche Herausforderungen
Die Bundesregierung diskutiert Entlastungen gegen hohe Energiepreise, während die Staatsverschuldung bereits gestiegen ist. Die schlechteren Rahmenbedingungen, einschließlich höherer US-Zölle, erschweren das Erreichen von Wachstumszielen. Trotz positiver Tagesentwicklung verzeichnet der DAX im März voraussichtlich Verluste von rund 10% aufgrund der Kriegsfolgen.
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