WM 2026: Die größte, teuerste und politisierteste Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten
Wichtige Fakten
- • Erste WM mit 48 Teams und 104 Spielen in drei Ländern.
- • Ticketpreise: Finale bis zu 8.680 Dollar, Kritik an dynamischer Preisgestaltung.
- • Iran spielt trotz US-Konflikt und Visaproblemen mit; Flaggenverbot in Stadien.
- • 28 teilnehmende Länder betreffen US-Reisebeschränkungen oder Einreiseverbote.
- • Wissenschaftler warnen vor unzureichenden Hitzeschutzmaßnahmen für Spieler und Fans.
Rekordverdächtiges Turnier mit politischen Verwicklungen
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko geht als größtes Turnier der Geschichte an den Start: 48 Teams, 104 Spiele, ausgetragen in 16 Städten. FIFA-Präsident Gianni Infantino lobte es als das "größte Ereignis der Menschheit". Doch nach Ansicht von Beobachtern und der BBC könnte es auch das teuerste, politisierteste und umstrittenste werden. Tickets kosten teilweise mehrere Tausend Dollar, der Endspielplatz lag bei über 8.600 Dollar – und sorgte wegen dynamischer Preisgestaltung für Empörung. Viele Fans fühlen sich ausgebeutet; Ermittlungen in New York und New Jersey laufen.
Geopolitische Spannungen und Sicherheitsbedenken
Erstmals ist eine gastgebende Nation in einen Krieg mit einer teilnehmenden verwickelt: Die USA führten 2025 zusammen mit Israel eine Militäroperation gegen den Iran durch. Der Iran nimmt dennoch unter Mitwirkung der FIFA am Turnier teil, sieht sich jedoch mit Flagg- und Visabeschränkungen konfrontiert. Ein Dutzend weitere Länder – darunter auch Senegals und der Irak – sind von US-Präsident Donald Trumps Einwanderungspolitik betroffen. Die Sicherheitslage ist angespannt, auch durch die Ebola-Warnung und mögliche Terrorakte. Trotz Bemühungen um einen sicheren Ablauf bleiben viele Fragen insbesondere zu Visa und Rechten von Fans sowie Nichtregierungsorganisationen offen.
Hinzu kommen massive Bedenken bezüglich extremer Hitze und Vermüllung. Wissenschaftler warnen, dass die temperaturabhängigen Maßnahmen unzureichend seien. Die FIFA bestreitet hingegen unzureichenden Klimaschutz, obwohl die Luftfahrtemissionen für 80–90 % des Treibhausgas-Fußabdrucks verantwortlich sind.
Gleichzeitig präsentiert die BBC auch 20 aufstrebende Talente, die beim Turnier erstmals auf sich aufmerksam machen könnten. Dazu zählen u. a. Yan Diomande (19; Iv.Elf./RB Leipzig) als Bester der Bundesliga-Rookie, die mexikaniesch Ausnahme Alex Gutierrez, Bouaddi (Marokko/FC Como) und weitere, die abseits der großen Liga-Zentren Europa entwickeln
konnten. Insgesamt nehmen 891 Neulinge an einer ersten WM teil.
Ambivalente Zukunftsaussichten
Parallel zu den riesigen Erwartungen wächst auch die Entfremdung der traditionellen Fans. Der Ruf, den Fußball endgültig in Nordamerika gewaltig zu treiben, wackelt durch die genannten Belastungen und die Verlagerung von Fan-Erlebnissen bis ins Monströse. Es könnte erste Prognosen längerfristiger Art geben, sollte sich Negatives noch häufiger zutragen.
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