Yad-Vashem-Zweigstelle kommt nach München
Wichtige Fakten
- • Yad Vashem wählte München für seine erste Außenstelle außerhalb Israels.
- • Ein Bildungszentrum am Karolinenplatz nahe NS-Dokumentationszentrum u. israel. Generalkonsulat geplant.
- • Ziel: Stärkung der Erinnerungsarbeit und Bekämpfung von Antisemitismus.
Die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wird ihre erste Außenstelle außerhalb Israels in München errichten. Wie Yad Vashem bekannt gab, soll im Umfeld des NS-Dokumentationszentrums und des israelischen Generalkonsulats am Karolinenplatz ein Bildungs- und Erinnerungszentrum entstehen. Die Standortentscheidung fiel zugunsten Münchens, nachdem sich mehrere Bundesländer beworben hatten.
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) betonte, das Zentrum solle die Erinnerungsarbeit und den Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland und Europa stärken. Gerade junge Menschen wüssten zu wenig über die Shoah. Durch innovative Bildungsformate solle die Perspektive der Opfer vermittelt werden. Ein weiterer Ableger ist in Leipzig geplant.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigte sich geehrt und unterstrich die geschichtliche Verantwortung Bayerns. Die Idee für eine Außenstelle entstand 2023 bei einem Treffen zwischen Yad-Vashem-Chef Dani Dayan und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Die Eröffnung ist innerhalb von drei Jahren vorgesehen.
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