Zweite Festnahme im Nord-Stream-Ermittlungsverfahren
Wichtige Fakten
- • Zweiter Verdächtiger in Kroatien festgenommen.
- • Mann soll als Taucher Sprengsätze angebracht haben.
- • Polen verweigerte zuvor Auslieferung, was zu Spannungen führte.
- • Prozess gegen Anführer in Hamburg beginnt bald.
Ermittlungserfolg in Kroatien
Die Ermittler im Fall der Nord-Stream-Sprengung haben einen zweiten Verdächtigen in Kroatien festgenommen, wie die Tagesschau unter Berufung auf ARD-Informationen berichtet. Der Festgenommene soll einer der Taucher gewesen sein, die die Sprengsätze in etwa 80 Metern Tiefe in der Ostsee an den Pipelines angebracht hatten.
Auslieferung und internationale Spannungen
Bei dem Verdächtigen handelt es sich um den Mann, den der Generalbundesanwalt bereits im Vorjahr in Polen hatte festnehmen lassen, aber die polnische Justiz sich geweigert hatte, ihn auszuliefern, was zu diplomatischen Verstimmungen führte. Deutschland wird nun seine Auslieferung aus Kroatien beantragen.
Hintergrund des Anschlags
Die Nord-Stream-Pipelines wurden im September 2022 durch eine Explosion schwer beschädigt. Deutsche Ermittler identifizierten ein mutmaßliches Täter-Team, dessen Anführer in Italien festgenommen wurde und dessen Prozess in Hamburg beginnen soll. Die Auftraggeber des Anschlags sind bislang nicht eindeutig ermittelt.
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