Zwölf Tote bei israelischen Luftangriffen auf Kfar Roummane
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Wichtige Fakten
- • Bei israelischen Luftangriffen auf Kfar Roummane sterben mindestens zwölf Menschen.
- • Ein Angriff zerstört ein Wohnhaus, elf Tote inklusive zwei Kindern und vier Frauen.
- • Ein zweiter Angriff trifft einen Krankentransporter, ein Sanitäter stirbt.
- • Israels Armee spricht von Hisbollah-Infrastruktur und Waffentransporteuren als Zielen.
- • Präsident Aoun sieht den US-vermittelten Waffenstillstand vom Juni gefährdet.
Zwölf Tote bei israelischen Luftangriffen auf Kfar Roummane
Bei israelischen Luftangriffen auf das Dorf Kfar Roummane im Südlibanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens zwölf Menschen getötet worden. Ein erster Angriff zerstörte kurz nach Mitternacht ein dreistöckiges Wohnhaus nahe dem Kreisverkehr Shuyuiya; dabei starben elf Menschen, darunter zwei Kinder und vier Frauen. Ein zweiter Angriff traf einen Krankentransporter und tötete einen Sanitäter.
Israel: Angriff galt Hisbollah-Infrastruktur
Die israelische Armee erklärte, sie habe mehrere Stellungen der Hisbollah sowie „mehrere Terroristen“ angegriffen, die Waffen transportierten. Der Angriff sei eine Reaktion auf zwei Drohnen gewesen, die Hisbollah-Kämpfer auf israelische Soldaten im Gebiet Ali al-Taher abgefeuert hätten. Die Behauptung, dabei seien Unbeteiligte zu Schaden gekommen, werde geprüft. Das Gesundheitsministerium sprach von „weiterem unwiderlegbarem Beweis für die schwerwiegenden Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht“ und verwies auf getötete Sanitäter und Kinder.
27 Tote in drei Tagen, Bewohner fliehen
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind bei israelischen Angriffen auf den Südlibanon in den vergangenen drei Tagen insgesamt 27 Menschen getötet worden. Die 35-jährige Bewohnerin Sara Moallaem schilderte der BBC, wie sie mit ihren fünf Kindern in einem Schutzraum ausharrte. Sie plane, mit ihrer Familie in die Küstenstadt Sidon zu fliehen. Bereits am Sonntag hatte die Armee nach eigenen Angaben Hisbollah-Kämpfer angegriffen; das Gesundheitsministerium meldete elf Tote, darunter neun in Nabatieh al-Fawqa und zwei Frauen in Arab Salim.
Präsident Aoun warnt vor dem Scheitern der Waffenruhe
Der libanesische Präsident Joseph Aoun nannte die „gefährliche Eskalation“ eine Bedrohung für den im Juni von den USA vermittelten Waffenstillstand, der den Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah beenden sollte. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, Druck auf Israel auszuüben. Die Hisbollah lehnt den Waffenstillstandsrahmen ab, der ihre Entwaffnung und den Abzug der israelischen Truppen vorsieht; der Abgeordnete Ali Ammar erklärte, „die Sprache des Widerstands ist die einzige Sprache, die gegen den israelischen Feind wirkt“.
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