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Wirtschaft 27.05.2026, 05:08 Aktualisiert: 27.05.2026, 15:01

DAX und Nikkei auf Rekordkurs: Iran-Krieg treibt Energiepreise in die Höhe

DAX steigt auf 25.309 Punkte, Rekordhoch von 25.507 in Sicht.

Wichtige Fakten

  • DAX steigt auf 25.309 Punkte, Rekordhoch von 25.507 in Sicht.
  • Nikkei schließt bei 64.999 Punkten, neues Rekordhoch erreicht.
  • Energiepreise in Großbritannien steigen um 13% ab Juli.
  • Ofgem: Jahresrechnung typischer Haushalt steigt um 221 Pfund.
  • Wirtschaftsweisen senken Prognose für Deutschland auf 0,5%.

Asiatische und US-Börsen auf Rekordniveau

Die Börsen in Asien und den USA haben zur Wochenmitte neue Höchststände erreicht, angetrieben von der Euphorie um Künstliche Intelligenz und Hoffnungen auf eine Lösung im Iran-Krieg. Der japanische Nikkei-225 stieg auf bis zu 66.428 Punkte und schloss bei 64.999 Punkten, unterstützt von starken Kursgewinnen bei Chipwerten wie Tokyo Electron und Advantest. Auch in den USA erreichte der Nasdaq 100 erstmals die Marke von 30.000 Punkten, der S&P 500 legte um 0,6 Prozent zu. Der Dow Jones gab hingegen leicht nach.

DAX erholt sich

Der deutsche Leitindex DAX erholte sich nach einem schwächeren Vortag und stieg bis zum frühen Nachmittag um 0,49 Prozent auf 25.309 Punkte. Damit bleibt das Rekordhoch von 25.507 Punkten aus dem Januar in Sichtweite. Besonders gefragt waren Aktien aus dem Technologiesektor: Infineon und Aixtron legten um rund 2,5 bzw. 4 Prozent zu. Analysten sehen die Märkte zwischen geopolitischer Nervosität, Zinssorgen und KI-Begeisterung schwanken.

Iran-Krieg belastet Weltwirtschaft und Energiekosten

Der andauernde Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus treiben die Energiekosten weltweit in die Höhe. In Großbritannien kündigte die Regulierungsbehörde Ofgem an, dass die Energiepreise ab Juli um 13 Prozent steigen. Ein Durchschnittshaushalt zahlt dann 221 Pfund mehr pro Jahr, was einer jährlichen Rechnung von 1.862 Pfund entspricht. Die britische Regierung bereitet gezielte Hilfen für bedürftige Haushalte vor, falls die Preise im Winter weiter steigen. Auch der deutsche Arbeitsmarkt leidet: Laut ifo-Institut bauen weiterhin mehr Unternehmen Stellen ab als auf. Die Wirtschaftsweisen haben ihre Prognose für das deutsche BIP-Wachstum auf 0,5 Prozent halbiert.

Diplomatie und Handelsreise

Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg stützt die Märkte, doch Experten mahnen zur Vorsicht angesichts bisheriger Rückschläge. Unterdessen reist Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche nach China, um über faire Wettbewerbsbedingungen und die Verringerung von Rohstoffabhängigkeiten zu verhandeln.

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