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Inland 25.03.2026, 15:59 Aktualisiert: 25.03.2026, 18:07

Bundesregierung plant umfassende Steuerreformen für mehr Arbeitsanreize

Abschaffung des Ehegattensplittings für zukünftige Ehen geplant

Wichtige Fakten

  • Abschaffung des Ehegattensplittings für zukünftige Ehen geplant
  • Steuerentlastung für 95% der Beschäftigten um mehrere hundert Euro
  • Union äußert Skepsis gegenüber höheren Spitzensteuersätzen
  • Reformpaket soll bis zur Sommerpause verhandelt werden
  • Übergewinnsteuer für Energiekonzerne im Gespräch

Reformpläne der Bundesregierung

Bundesfinanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil hat umfassende Modernisierungspläne für Deutschland vorgestellt, die auf grundlegende Steuerreformen abzielen, um größere Arbeitsanreize zu schaffen. Im Zentrum steht die Abschaffung des Ehegattensplittings in seiner heutigen Form für zukünftige Ehen, um den steuerlichen Vorteil für Paare mit großen Einkommensunterschieden zu streichen und geringer verdienende Partner stärker zur Arbeit zu motivieren. Klingbeil erhofft sich dadurch Zehntausende zusätzliche Vollzeitstellen.

Weitere Maßnahmen und Diskussionen

Neben der Reform des Ehegattensplittings plant Klingbeil eine Einkommenssteuerreform, die 95% der Beschäftigten merklich um einige hundert Euro entlasten soll, während hohe Einkommen und Vermögen mehr belastet werden. Diese Vorschläge stoßen auf Skepsis bei der Union, insbesondere von CSU-Chef Markus Söder, der höhere Spitzensteuersätze ablehnt. Zudem werden Übergewinnsteuern für Energiekonzerne diskutiert, um Verbraucher zu entlasten, wobei Bundeskanzler Friedrich Merz alternative Maßnahmen wie eine Erhöhung der Pendlerpauschale bevorzugt.

Zeitplan und politische Herausforderungen

Die Bundesregierung will das Reformpaket bis zur parlamentarischen Sommerpause Mitte Juli verhandeln, um vor den Landtagswahlen im September Entscheidungen zu treffen. Klingbeil betonte, dass Deutschland Reformmut benötige, um Blockaden zu überwinden und auf globale Krisen zu reagieren, ohne jedes Problem mit mehr Geld zu lösen. Die Koalition aus SPD, CDU und CSU steht vor der Herausforderung, Kompromisse zu finden, da die Union bisher eine Abschaffung des Ehegattensplittings ausgeschlossen hat.

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