Debatte um Zuckersteuer: Deutschland diskutiert Abgabe auf Softdrinks
Wichtige Fakten
- • Deutsche konsumieren 125 Liter zuckerhaltige Getränke pro Kopf jährlich.
- • Über 100 Länder haben bereits Abgaben auf zuckerhaltige Getränke eingeführt.
- • Eine Studie zeigt mögliche Einsparungen von 16 Mrd. Euro Gesundheitskosten.
- • Die Lebensmittelindustrie lehnt eine Steuer ab und verweist auf freiwillige Reduktion.
- • Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther plant Bundesratsantrag zur Zuckersteuer.
Zuckersteuer-Debatte in Deutschland
In Deutschland wird erneut über die Einführung einer Zuckersteuer diskutiert, nachdem mehr als 100 Länder weltweit bereits Abgaben auf zuckerhaltige Getränke eingeführt haben. Die Deutschen konsumieren mit 125 Litern pro Kopf und Jahr die meisten zuckerhaltigen Getränke in Westeuropa. Befürworter wie ein Bündnis aus 46 Verbänden, darunter die Bundesärztekammer und Foodwatch, fordern eine Steuer, um den Konsum zu reduzieren und Hersteller zu Rezepturänderungen zu bewegen.
Studien und Positionen
Eine Studie der Technischen Universität München zeigt, dass eine Staffelsteuer nach britischem Vorbild, bei der Hersteller je nach Zuckergehalt zahlen, wirksamer wäre als eine einfache Wertsteuer. Die Lebensmittelindustrie lehnt eine Zuckersteuer ab und verweist auf die nationale Reduktionsstrategie, während Gesundheitsforscher auf mögliche Einsparungen von 16 Milliarden Euro bei Gesundheitskosten hinweisen. Politisch plant Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, einen Antrag über den Bundesrat einzubringen.
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