Dieselgate in Großbritannien: High Court weist Klagen von 1,6 Millionen Autobesitzern größtenteils ab
Wichtige Fakten
- • High Court wies die meisten Dieselgate-Klagen gegen Autohersteller ab.
- • Ausnahmen: Mercedes und Peugeot-Citroën könnten illegale Abschalteinrichtungen genutzt haben.
- • Klägeranwälte erwägen Berufung wegen Abweichung vom EU-Recht.
- • Urteil betrifft 1,6 Millionen Fahrzeuge in Großbritannien.
Hintergrund des Dieselgate-Verfahrens
Der High Court in London hat die meisten Vorwürfe in einer Dieselgate-Sammelklage von 1,6 Millionen britischen Autobesitzern abgewiesen. Die Richterin Lady Justice Cockerill entschied, dass die von den Herstellern Nissan, Ford, Peugeot und Renault eingesetzten Techniken in der Regel keine verbotenen Abschalteinrichtungen darstellten. Bei Mercedes und Peugeot-Citroën hingegen könnten einige Strategien als solche gewertet werden.
Reaktionen der Hersteller
Die beteiligten Autokonzerne begrüßten das Urteil. Mercedes und Stellantis (Peugeot-Citroën) prüfen jedoch Einspruch gegen die für sie negativen Teile des Urteils. Nissan, Renault und Ford zeigten sich zufrieden.
Bedeutung für die Kläger
Die Klägeranwälte zeigten sich enttäuscht und kündigten eine mögliche Berufung an. Sie kritisieren, dass das britische Gericht vom EU-Recht abweicht, und sehen eine Ungleichbehandlung. Die Umweltorganisation Mums for Lungs bezeichnete das Urteil als Rückschlag, fordert aber weiterhin Konsequenzen für die Hersteller.
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