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International 07.04.2026, 20:03 Aktualisiert: 07.04.2026, 23:03

Einreiseverbot für Kanye West: Britische Regierung stoppt Wireless Festival

Die britische Regierung verweigerte Kanye West die Einreiseerlaubnis (ETA).

Wichtige Fakten

  • Die britische Regierung verweigerte Kanye West die Einreiseerlaubnis (ETA).
  • Grund waren antisemitische und pro-nazistische Äußerungen des Rappers.
  • Das dreitägige Wireless Festival in London wurde komplett abgesagt.
  • West hatte zuvor in einem WSJ-Gastbeitrag um Entschuldigung gebeten.
  • Jüdische Organisationen begrüßten die Entscheidung der Regierung.

Einreiseverbot führt zu Festival-Absage

Die britische Regierung hat dem US-Musiker Kanye West, der sich Ye nennt, die Einreise in das Vereinigte Königreich verweigert. Das Innenministerium begründete die Entscheidung damit, dass seine Anwesenheit dem öffentlichen Wohl nicht zuträglich sei. Grund sind wiederholte antisemitische und pro-nazistische Äußerungen des Rappers, darunter der Song 'Heil Hitler' und das Vertreiben von Hakenkreuz-Kleidung. Infolge des Einreiseverbots wurde das dreitägige Wireless Festival in London, bei dem West als Headliner auftreten sollte, komplett abgesagt. Die Veranstalter kündigten Rückerstattungen für alle Ticketkäufer an.

Politische und gesellschaftliche Reaktionen

Premierminister Keir Starmer und Gesundheitsminister Wes Streeting unterstützten die Entscheidung und betonten den Kampf gegen Antisemitismus. Jüdische Organisationen wie der Zentralverband der Juden in Großbritannien begrüßten das Vorgehen, zeigten sich aber grundsätzlich offen für einen ernsthaften Versöhnungsprozess. West hatte zuvor in einem Gastbeitrag im Wall Street Journal um Entschuldigung gebeten und seine bipolare Erkrankung als Mitursache angeführt. Der Veranstalter Melvin Benn äußerte Verständnis für Wests psychische Gesundheit, doch viele Kritiker sahen in der Entschuldigung einen taktischen Schritt zur Rettung des Konzerts.

Historische Kontroversen und aktuelle Entwicklungen

West hat in den vergangenen Jahren mehrfach mit antisemitischen Aussagen und Handlungen für Aufsehen gesorgt, darunter Social-Media-Posts mit Hassreden und die Veröffentlichung extremistischer Musik. Nach der Absage des Festivals bleibt unklar, ob West weitere Schritte zur Wiedergutmachung unternehmen wird. Die britische Regierung setzt mit dem Einreiseverbot ein Zeichen gegen Hassrede und schließt sich einer Liste von Ländern wie Australien an, die den Rapper bereits aus ähnlichen Gründen blockiert haben.

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