Ermittlungen gegen Gröner-Gruppe und Ex-Kanzleramtschef Pofalla wegen Insolvenzverdacht
Wichtige Fakten
- • Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt gegen Gröner und Pofalla wegen Insolvenzverschleppung.
- • Gläubiger meldeten Forderungen von fast einer Milliarde Euro an.
- • Gröner-Gruppe ging im Mai 2025 in Insolvenz.
- • Ronald Pofalla war bis Juli 2024 Geschäftsführer der Gröner Group.
- • Umstrukturierungen vor der Insolvenz werden vom Insolvenzverwalter kritisiert.
Ermittlungen und Insolvenz
Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt gegen die Firmengruppe des Immobilienunternehmers Christoph Gröner und den ehemaligen Kanzleramtschef Ronald Pofalla wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung. Das Amtsgericht Leipzig eröffnete im Mai 2025 das Insolvenzverfahren gegen die Gröner Group GmbH, nachdem Gläubiger Forderungen von insgesamt 996 Millionen Euro angemeldet hatten. Gröners Anwalt zweifelt diese Höhe an und verweist auf Bürgschaftsforderungen.
Schulden und Umstrukturierungen
Bereits im April 2024 erkannte Gröner Schulden in Höhe von 1,7 Millionen Euro beim Bauunternehmen Dobler an, die jedoch unbeglichen blieben. Vor der Insolvenz übertrug die Gröner Group wesentliche Anteile auf die CG Group GmbH, was der Insolvenzverwalter als möglicherweise nachteilig für Gläubiger kritisiert. Gröners Anwalt betont, die Umstrukturierung habe nichts mit der Insolvenz zu tun und Gläubiger seien durch Grundschulden abgesichert.
Rolle von Ronald Pofalla
Ronald Pofalla, seit 2022 Manager bei Gröners Immobilienunternehmen, war bis Juli 2024 Geschäftsführer und wird ebenfalls wegen Insolvenzverschleppung verdächtigt. Er äußert sich nicht zu den Vorwürfen. Pofalla sitzt nun im Vorstand der Nachfolgefirmen CGRE AG und ecobuilding AG, die aus Umstrukturierungen hervorgegangen sind. Wirtschaftsexperten sehen in der Verpflichtung von Ex-Politikern wie Pofalla mögliche Vorteile durch Kontakte und Glaubwürdigkeit.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.