Erneuter Abschiebeflug nach Afghanistan: 32 Straftäter nach Kabul ausgeflogen
Wichtige Fakten
- • 32 afghanische Straftäter von Leipzig nach Kabul abgeschoben.
- • Straftaten: Tötungsdelikte, sexueller Missbrauch, Vergewaltigung, Drogenhandel.
- • Grundlage ist eine direkte Vereinbarung mit den Taliban.
- • Etwa 35 Gegner organisierten eine Mahnwache am Leipziger Flughafen.
- • Justizminister Oppelt (CDU) spricht von Sicherheitsgewinn.
Abschiebung von 32 Straftätern nach Afghanistan
Deutschland hat am 16. Juni 2026 erneut 32 afghanische Straftäter nach Afghanistan abgeschoben. Laut Bundesinnenministerium wurden die Männer von Leipzig aus nach Kabul geflogen. Es handele sich um Personen, die in Deutschland unter anderem wegen Tötungsdelikten, sexuellen Missbrauchs von Kindern, Vergewaltigung und Drogenhandel straffällig geworden waren. Allein aus Baden-Württemberg kamen zwölf der Männer, weitere aus Niedersachsen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.
Die Abschiebungen basieren auf einer direkten Vereinbarung mit den islamistischen Taliban, die der Bundesregierung regelmäßige Flüge ohne Vermittlerstaaten ermöglicht. Am Leipziger Flughafen versammelten sich etwa 35 Gegner zu einer Mahnwache. Kritik äußerte auch die innenpolitische Sprecherin der Linken, Clara Bünger, die die Normalisierung des Taliban-Regimes kritisierte. Badens-württembergischer Justizminister Moritz Oppelt (CDU) lobte die Aktion hingegen als Sicherheitsgewinn.
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