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International 14.03.2026, 07:24 Aktualisiert: 14.03.2026, 10:05

Explosion an jüdischer Schule in Amsterdam: Bürgermeisterin verurteilt gezielten Angriff

Explosion beschädigte jüdische Schule in Amsterdam am Samstag früh.

Wichtige Fakten

  • Explosion beschädigte jüdische Schule in Amsterdam am Samstag früh.
  • Polizei wertet Videoaufnahmen eines Mannes aus, der Sprengsatz deponierte.
  • Vier Verdächtige nach Brandanschlag auf Synagoge in Rotterdam festgenommen.
  • Keine Verletzten gemeldet, der Schaden war begrenzt.
  • Israelisches Außenministerium spricht von "Antisemitismus-Epidemie" in den Niederlanden.

Ereignis und Reaktion

Bei einer Explosion am Samstagmorgen wurde eine jüdische Schule im Süden Amsterdams beschädigt, wobei Bürgermeisterin Femke Halsema dies als „gezielten Angriff gegen die jüdische Gemeinschaft“ verurteilte. Der Schaden war begrenzt, und es wurden keine Verletzten gemeldet, da Polizei und Feuerwehr schnell am Tatort eintrafen. Die Polizei wertet derzeit Videoaufnahmen aus, die einen Mann zeigen, der einen Sprengsatz am Schulgebäude deponierte. Halsema bezeichnete den Vorfall als „feige Aggression“ und betonte, Amsterdam müsse ein Ort sein, wo Juden sicher leben können.

Hintergrund und Kontext

Die Sicherheit an Synagogen und jüdischen Einrichtungen in der niederländischen Hauptstadt war bereits erhöht, nachdem am Freitag eine Synagoge in Rotterdam durch Brandstiftung angegriffen worden war. In diesem Zusammenhang nahm die Polizei vier Verdächtige fest, darunter drei Männer und einen Jugendlichen, die in der Nähe einer anderen Synagoge aufgegriffen wurden. Ob auch dort ein Anschlag geplant war, ist noch unklar. Halsema betonte, dass jüdische Menschen in Amsterdam zunehmend mit Antisemitismus konfrontiert seien, was inakzeptabel sei. Premierminister Rob Jetten erklärte, es dürfe keinen Platz für Antisemitismus in den Niederlanden geben.

Weitere Entwicklungen

In Nachbarländern wie Belgien gab es ähnliche Vorfälle, etwa eine Explosion in einer Synagoge in Lüttich am Montag, bei der die Bundesstaatsanwaltschaft Hinweisen auf eine terroristische Straftat nachgeht. Die jüdische Gemeinschaft und Politiker äußerten sich schockiert über die jüngsten Angriffe, und es gibt Bedenken, dass jüdische Gemeinden weltweit nach jüngsten israelisch-amerikanischen Angriffen auf Iran Ziel von Vergeltungsakten werden könnten. Das israelische Außenministerium sprach von einer „Antisemitismus-Epidemie“ in den Niederlanden und forderte die Regierung zu stärkeren Maßnahmen auf. Die Polizei leitet eine groß angelegte Untersuchung ein und bittet um Zeugenhinweise.

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