Gefängnisausbruch in Duisburg-Hamborn: Häftling entkommt durch gesägtes Zellengitter
Wichtige Fakten
- • Häftling entkommt aus JVA Duisburg.
- • Nutze zersägtes Gitter in Zellenraum.
- • Polizei fahndet, Spur fehlt.
- • Zuvor Sicherheitsskandale in NRW.
- • Justizminister Muss Aufklärung sein
Die Flucht
Am frühen Sonntagmorgen (31. August 2026) entkam ein 35-jähriger Untersuchungshäftling aus der Justizvollzugsanstalt Duisburg-Hamborn. Der Mann, der seit dem 10. Februar wegen Verdachts auf schweren Diebstahl in Haft war, durchsägte nach Angaben des NRW-Justizministeriums die Gitterstäbe seines Zellenfensters im dritten Stock drückte die Feingitter zur Seite und kletterte durch den schmalen Spalt. Auf einem Vorsprung außen kletterte er über die Fassade zum Dach und gelangte schließlich in die Freiheit – vermutlich über ein Fallrohr.
Versteck und Recherchen
Das Werkzeug lag wahrscheinlich in einem raffinierten Versteck im Zellenboden, wie Ministeriumssprecher Lukas Kockmann mitteilte. Der Justizminister von Nordrhein-Westfalen, Benjamin Limbach (Grüne), kündigte eine umfassende Aufklärung und Prüfung der Sicherheitslücke an.
Politische Kritik auch
Der Ausbruch ereignet sich kurz nach Skandalen in der JVA Euskirchen, Limburg und Willich, wo Beamte wegen Bestechlichkeit und Handelns mit Häftlingen – vergünstigte Privilegien oder Handys gegen Geld – beschuldigt sind. Die SPD-Politikerin Sonja Bongers forderte Transparenz zu den Hintergründen.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.