Internationaler Schlag gegen Botnetze: Behörden legen weltgrößte Netzwerke lahm
Wichtige Fakten
- • Deutschland, USA und Kanada legten die Botnetze Aisuru und Kimwolf lahm.
- • Die Botnetze nutzten Millionen Geräte wie Router und Smart-TVs für Angriffe.
- • Sie wurden für DDoS-Angriffe, etwa gegen Deutsche Bahn, eingesetzt.
- • Keine Tatverdächtigen wurden bei der Aktion festgenommen.
Internationale Operation gegen Botnetze
Sicherheitsbehörden aus Deutschland, den USA und Kanada haben in einer gemeinsamen Aktion zwei der weltgrößten Botnetze, Aisuru und Kimwolf, lahmgelegt. Diese Netzwerke nutzten Millionen infizierte Geräte wie Smart-TVs, Router und Überwachungskameras, um sogenannte Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) durchzuführen, bei denen Websites und Apps mit Datenanfragen überflutet werden. Zu den Opfern gehörten zuletzt die Informationsangebote der Deutschen Bahn und die DB-Navigator-App.
Details zu den Botnetzen
Das ältere Botnetz Aisuru infizierte vor allem schlecht gesicherte Geräte und wird mit dem bisher größten bekannten DDoS-Angriff in Verbindung gebracht, der von Cloudflare abgewehrt wurde. Kimwolf, eng mit Aisuru verwandt, konzentrierte sich stärker auf Android- und Consumer-Geräte wie TV-Boxen. Trotz der Lahmlegung der Infrastruktur konnten keine Tatverdächtigen festgenommen werden, sodass das kriminelle Netzwerk nicht vollständig zerschlagen ist.
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