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Kritik an geplanter „H2-ready“-Kraftwerksstrategie der Bundesregierung
Bundeswirtschaftsministerin Reiche will neue „H2-ready“-Gaskraftwerke bauen lassen.
Wichtige Fakten
- • Bundeswirtschaftsministerin Reiche will neue „H2-ready“-Gaskraftwerke bauen lassen.
- • Wissenschaftler kritisieren die hohen Kosten und technischen Herausforderungen.
- • Grüner Wasserstoff solle vorrangig der Industrie zur Verfügung stehen.
- • Batteriespeicher und Power-to-Gas werden als Alternativen vorgeschlagen.
Hintergrund der Kraftwerksstrategie
Wirtschaftsministerin Reiche will neue Gaskraftwerke bauen, die sowohl Erdgas als auch Wasserstoff verbrennen können („H2-ready“). Dies soll die Stromversorgungslücken schließen, die nach dem Abschalten von Kohle- und Atomkraftwerken entstehen, insbesondere während dunkler Windflauten.Kritik aus der Wissenschaft
Forschende kritisieren den Plan: Wasserstoff sei viermal teurer als Erdgas, technisch aufwendig (höhere Temperaturen, andere Brenner) und bisher kaum im großen Maßstab erprobt. Auch gesundheitsschädliche Stickoxide müssten teuer nachbehandelt werden. Energieökonom Panos Frondel schlägt stattdessen konventionelle Erdgaskraftwerke vor, da die CO2-Emissionen durch den EU-Emissionshandel ausgeglichen würden. Energiesystem-Experte Michael Sterner bemängelt, dass die Planung alternative Technologien wie Batteriespeicher und Power-to-Gas ignoriere. Tausende Gigawatt an Batterie-Speicheranlagen seien bereits beantragt, Bau und Betrieb ohne Steuergelder möglich. Zudem könne Power-to-Gas grünen Wasserstoff mit CO2 zu Methan verbinden, das in bestehenden Gasnetzen nutzbar wäre – was teure H2-ready-Kraftwerke überflüssig mache.Das könnte Sie auch interessieren
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