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International 13.07.2026, 09:55 Aktualisiert: 13.07.2026, 15:03

Lebenslange Haft für IS-Mitglied wegen Völkermord an Jesiden

Mann zu lebenslanger Haft verurteilt, Frau zu neuneinhalb Jahren Jugendstrafe.

Wichtige Fakten

  • Mann zu lebenslanger Haft verurteilt, Frau zu neuneinhalb Jahren Jugendstrafe.
  • Gericht spricht Schuldsprüche wegen Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
  • Angeklagte kauften zwei jesidische Mädchen als Sklavinnen und vergewaltigten sie.
  • Taten im Irak zwischen 2015 und 2017 als Mitglieder der Terrororganisation IS.
  • Deutschland wendet Weltrechtsprinzip an, um Prozess zu ermöglichen.

Urteil des Oberlandesgerichts München

Das Oberlandesgericht München hat ein irakisches Ehepaar zu hohen Haftstrafen verurteilt, weil es zwei jesidische Mädchen als Sklavinnen gehalten, missbraucht und vergewaltigt hatte. Der Mann erhielt eine lebenslange Freiheitsstrafe, seine Frau eine Jugendstrafe von neuneinhalb Jahren. Die Richter sprachen sie unter anderem des Völkermords, der Kriegsverbrechen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig. Das Paar war Mitglied der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) und hatte die Mädchen 2015 und 2017 auf einem Basar in Mossul gekauft. Die Taten wurden im Irak begangen. Die deutsche Justiz nutzte das Weltrechtsprinzip, um die Angeklagten vor Gericht zu stellen. Eine der beiden Geschädigten, die als Nebenklägerin auftrat, brach während der Urteilsbegründung in Tränen aus. Sie schilderte, wie Jesidinnen wie Sklavinnen behandelt und sogar Hunde höhergestellt wurden.

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