Teilen:
International 18.02.2026, 16:48 Aktualisiert: 18.02.2026, 18:02

Marokko nach den Überschwemmungen: Rückkehr in zerstörte Häuser und ungewisse Zukunft

Überschwemmungen Ende Januar betrafen Hunderttausende im Nordwesten Marokkos.

Wichtige Fakten

  • Überschwemmungen Ende Januar betrafen Hunderttausende im Nordwesten Marokkos.
  • In der Provinz Kenitra wurden über 45.000 Menschen evakuiert, es gab keine Toten.
  • Staat plant Entschädigungen für Bauern nach Einzelfallprüfungen.
  • Staudämme sind zu zwei Dritteln gefüllt, was die Wasserversorgung vorerst sichert.
  • Bewohner kehren in Schlamm und beschädigte Häuser zurück, Strom und Wasser fehlen oft.

Rückkehr in zerstörte Gebiete

Nach schweren Überschwemmungen im Nordwesten Marokkos Ende Januar und Anfang Februar, die auch Spanien und Portugal betrafen, fließt das Wasser langsam ab, und erste Bewohner kehren in ihre Häuser zurück, wo sie Schlamm und Schäden vorfinden. In der Provinz Kenitra mussten über 45.000 Menschen evakuiert werden, doch laut Behörden gab es keine Todesfälle. Die logistische Herausforderung war groß, und viele Bewohner leben weiterhin in Zeltlagern oder kehren in zerstörte Unterkünfte zurück, wo Strom und Wasser oft noch fehlen.

Auswirkungen auf Landwirtschaft und Alltag

Die Überschwemmungen haben erhebliche Schäden in der Landwirtschaft verursacht, mit Ernteausfällen und verendeten Tieren, während der Staat Entschädigungen nach Einzelfallprüfungen in Aussicht stellt und eine landwirtschaftliche Kampagne plant. Für Bauern bieten die gefüllten Staudämme, die nun zu zwei Dritteln voll sind, vorübergehend Entlastung von früheren Dürreproblemen. Der nahende Ramadan stellt viele Familien vor zusätzliche Herausforderungen, da sie ohne Strom und intakte Häuser das Fastenbrechen feiern müssen.

Klimaanpassung und Wiederaufbau

Das Extremwetter hat die Notwendigkeit besserer Klimaanpassung in Marokko verdeutlicht, während der Wiederaufbau und die Rückkehr der Bewohner, wie im Dorf Oulad Chkour, langsam voranschreiten. Die Behörden arbeiten an Lösungen, aber viele Bewohner sind auf staatliche Hilfe und improvisierte Maßnahmen angewiesen, um ihre Lebensgrundlagen wiederherzustellen.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.