Paramount Skydance gewinnt Bieterkrieg um Warner Bros Discovery - Netflix zieht sich zurück
Wichtige Fakten
- • Netflix zog sich zurück, da der Deal zum geforderten Preis nicht mehr finanziell attraktiv war.
- • Paramount Skydance bot 31 Dollar pro Aktie mit einem Gesamtvolumen von rund 111 Milliarden Dollar.
- • Die Übernahme muss noch von US- und europäischen Wettbewerbsbehörden sowie Kalifornien genehmigt werden.
- • Paramount würde damit CNN, HBO Max, Food Network und weitere Medienmarken übernehmen.
- • Mitarbeiter von CNN und CBS News fürchten Personalabbau und politische Einflussnahme auf die Berichterstattung.
Netflix zieht sich aus Bieterkrieg zurück
Netflix hat sich endgültig aus dem Bieterkrieg um Warner Bros Discovery zurückgezogen, nachdem das Unternehmen erklärt hatte, der Deal sei zum geforderten Preis nicht mehr finanziell attraktiv. Die Streaming-Plattform hatte vier Tage Zeit, das erhöhte Angebot von Paramount Skydance zu überbieten, entschied sich jedoch dagegen. Netflix-CEOs Ted Sarandos und Greg Peters betonten, die Transaktion sei immer ein "Nice-to-have" zum richtigen Preis, nicht ein "Must-have" zu jedem Preis gewesen.
Paramount Skydance mit erhöhtem Angebot erfolgreich
Paramount Skydance hat mit einem erhöhten Angebot von 31 Dollar pro Aktie und einer Gesamtsumme von rund 111 Milliarden Dollar die Oberhand gewonnen. Das Angebot beinhaltet eine 7-Milliarden-Dollar-Regulierungsabbruchgebühr und eine "Ticking Fee" von etwa 650 Millionen Dollar pro Quartal ab September. Die Übernahme würde das gesamte Unternehmen umfassen, einschließlich der ikonischen Filmstudios, des Streaming-Dienstes HBO Max, des Nachrichtensenders CNN sowie des Food Network und weiterer Medienmarken.
Regulatorische Hürden und politische Bedenken
Die Transaktion steht unter intensiver regulatorischer Prüfung durch die US-Justizbehörden, europäische Wettbewerbshüter und das kalifornische Justizministerium, das eine eigene Untersuchung eröffnet hat. Besondere Aufmerksamkeit erfährt die enge Verbindung der Ellison-Familie, die Paramount kontrolliert, zur Trump-Administration. US-Senatorin Elizabeth Warren warnt vor einem "Antitrust-Desaster" mit höheren Preisen und weniger Auswahl für Verbraucher, während Mitarbeiter von CNN politische Einflussnahme auf die Berichterstattung befürchten.
Auswirkungen auf Mitarbeiter und Medienlandschaft
Mitarbeiter von CNN und CBS News reagieren mit Angst auf die mögliche Fusion, da sie Personalabbau und programmatische Veränderungen befürchten. Insbesondere die mögliche Rolle von CBS-News-Chefredakteurin Bari Weiss bei CNN sorgt für Unruhe. Die Übernahme könnte die Medienlandschaft nachhaltig verändern, da ein traditionelles Hollywood-Studio mit einem Tech-gestützten Unternehmen fusioniert. Paramount steht vor der Herausforderung, die Integration der umfangreichen Medienmarken zu bewältigen und regulatorische Auflagen zu erfüllen.
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