Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest angekündigt
Wichtige Fakten
- • Russlands Präsident Putin kündigte eine Waffenruhe für Samstag und Sonntag an.
- • Die Ukraine unter Selenskyj bestätigte die Waffenruhe und forderte Friedensbewegungen.
- • Der Kreml erwartet, dass die Ukraine folgt, hält Truppen für Provokationen bereit.
- • Putins Sprecher betonte, die Waffenruhe sei nur vorübergehend und humanitär.
- • Vergangene Waffenruhen wurden oft von beiden Seiten nicht eingehalten.
Waffenruhe zum Osterfest
Russlands Präsident Wladimir Putin hat eine Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine anlässlich des orthodoxen Osterfests angekündigt. Sie soll am Samstag um 16 Uhr (15 Uhr MESZ) beginnen und den gesamten Sonntag andauern. Der Kreml erklärte, man gehe davon aus, dass die Ukraine dem Beispiel folgen werde, und wies den Generalstab an, die Kampfhandlungen einzustellen, wobei Truppen bereit seien, auf Provokationen zu reagieren. Putins Sprecher Dmitri Peskov betonte jedoch, die Waffenruhe sei nur vorübergehend und von "ausschließlich humanitärem Charakter".
Ukrainische Reaktion und Hintergrund
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Waffenruhe und schrieb in sozialen Medien, dass die Ukraine sie vorgeschlagen habe und entsprechend handeln werde. Er betonte, die Menschen bräuchten ein Osterfest ohne Bedrohungen und echte Bewegung zum Frieden, und forderte Russland auf, auch nach Ostern nicht zu Angriffen zurückzukehren. Bereits 2025 hatte Putin eine ähnliche 30-stündige Feuerpause über Ostern angekündigt, die jedoch von beiden Seiten nicht vollständig eingehalten wurde, mit gegenseitigen Vorwürfen von fortgesetzten Angriffen. Der Krieg dauert seit über vier Jahren an, und bisherige Gesprächsrunden brachten keine Fortschritte, wobei die USA unter Präsident Trump Vermittlungsversuche unternahmen.
Skepsis und aktuelle Lage
Ukrainische Soldaten und Zivilisten äußern Skepsis gegenüber der Waffenruhe, da vergangene Vereinbarungen oft verletzt wurden. Kürzlich gab es weiterhin Angriffe, wie Drohnenangriffe in der Region Odessa und Tote in Dnipropetrovsk und Charkiw. Die Ukraine hat auch ihre Drohnenangriffe auf Russland verstärkt, insbesondere auf Energieinfrastruktur. Trotz der angekündigten Pause bleiben die Frontlinien angespannt, und Friedensverhandlungen sind ins Stocken geraten, während Moskau darauf besteht, zuerst einen Friedensvertrag zu vereinbaren, bevor ein dauerhafter Waffenstillstand in Kraft tritt.
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